Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gilbert Adair

Wenn die Postmoderne zweimal klingelt

Variationen ohne Thema

Cover: Wenn die Postmoderne zweimal klingelt

Edition Epoca, Zürich 2000
ISBN-10 3905513196
ISBN-13 9783905513196
Gebunden, 192 Seiten, 20,20 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Thomas Schlachter. Dem essayistischen Schaffen Roland Barthes` und Umberto Ecos verpflichtet, schreibt Adair ohne Scheuklappen und mit untrüglichem Instinkt für den frappierenden Vergleich ­ über Kniffligkeiten der Literaturtheorie genauso wie über die Niederungen des Alltags, ganz gleichgültig, ob er den eitlen Mätzchen "freier" Bühnenbearbeitungen eine schroffe, aber wohlbegründete Absage erteilt oder der eigentümlichen Glückseligkeit nachsinnt, die sich in amerikanischen Freizeitparks unter den Besuchern breitmacht...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2001

Tobias Döring ist es wichtig, die Qualitäten Adairs als Romanautor deutlich herauszustellen. Allerdings wird schnell klar, dass der Autor mit diesem Band nach Ansicht des Rezensenten das hohe Niveau seiner Romane nicht erreicht hat. Dies liegt nach Döring vor allem an dem Widerspruch zwischen Adairs eigenem Anspruch, zu lebendigerem und experimentierfreudigerem Denken anzuregen und den ausgewählten Texten, die nun nicht gerade neu sind. Adairs Texte (Glossen, Kolumnen, Prosa aus der Zeit von 1986 bis 1997) befassen sich mit so unterschiedlichen Themen wie Agatha Christie, Derrida, dem Rauchen, "Konzeptkunst, transtextuelle Texte" und vielem mehr. Doch die von Adair angeprangerte "Stagnation und Saturiertheit" in der Kultur und im Denken wird nach Döring durch diese veralteten Texte keineswegs aufgebrochen. Es interessiere heute schließlich keinen mehr, was in den achtziger Jahren in London über postmoderne Kunst gedacht wurde. Und über die Titanic kann man nach Döring auch nicht mehr reden, ohne dabei Camerons Film im Hinterkopf zu haben. Und so lautet das Fazit des Rezensenten: Auch wenn es sich bei Adair um einen durchaus "belesenen Kultur-Connaisseur" handele - ein drittes Mal müsse die Postmoderne nicht unbedingt klingeln.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.10.2000

Adairs Essaysammlung zu den kulturellen Blüten der Postmoderne hat es dem Rezensenten angetan. Zwar gibt Hermann Wallmann ganz offen zu: "Adair ist ein Ketzer". Aber von dem Vergnügen, das es dem Autor etwa bereitet, das Guinessbuch mit der Bibel zu vergleichen oder Shakespeare mit Smalltalk, lässt er sich gerne anstecken. Gilbert Adair liefere eine "belesene und belustigte Kritik" des Zeitgeistes, so Wallmann, und hole uns dort ab, wo wir "stehen und gähnen". Und indem er mit uns "vom Bild zum Begriff tanzt, von der Analyse zur Anekdote springt", illustriert er eine Haltung des Gebens - ein Ketzer in der Event-Kultur.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren