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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 13.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Dave Eggers

Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität

Eine wahre Geschichte

Cover: Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität

Droemer Knaur Verlag, München 2001
ISBN-10 3426195631
ISBN-13 9783426195635
Gebunden, 477 Seiten, 22,91 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Leonie von Reppert-Bismarck und Thomas Rütten. Dave, Toph und die große Freiheit: Die beiden Brüder sind 22 und 8 Jahre alt, als sie innerhalb weniger Wochen ihre Eltern verlieren. In Kalifornien beginnen sie ein neues Leben - und Dave ist plötzlich nicht nur Bruder, sondern auch Vater und Mutter. Und so bemüht er sich, dem Haushaltschaos Herr zu werden, sucht einen Job, geht zum Elternabend und auf den Sportplatz. Toph soll es schließlich gut gehen, und Dave will leben und die Welt verändern. Dave, der Erzieher, selber noch ein Kindskopf, zimmert eine heile, ziemlich wilde Welt, die er kaum kontrollieren kann: Es ist seine eigene Geschichte, mit der Dave Eggers in den USA Furore machte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.12.2001

Ein angeberischer Titel, zumal für einen Erstling, und doch, so findet Ijoma Mangold, eine "angemessen sachliche Selbstbeschreibung". Eggers ist in Amerika ein Kultautor geworden, was sich für Mangold zum einen durch seine draufgängerische, selbstverliebte, aber ebenso selbstironische Art erklären lässt, wie auch durch sein anrührendes Thema, das die Amerikaner über alles lieben: family values. Es gibt in diesem Buch, berichtet der Rezensent, eine fulminante Eröffnung, in der sich der Autor "als hyperaktiver Erzähler" outet und ein literarisches Mätzchen nach dem anderen einbringt, ein Spiel voller geschickt arrangierter Selbstbezüglichkeiten; und es gibt, so Mangold weiter, ein fast stilles und skrupulöses Kammerspiel, das vom Tod der Eltern des Erzählers berichtet und wie sich die vier Kinder zu einer elternlosen Alternativfamilie zusammenraufen. Das ständige Hinterfragen des Erzählverfahrens, dass das eigene Familienunglück literarisch ausbeutet, sowie der souveräne Umgang des Erzählers mit diesem Dilemma zwischen wahrem Leben und Fiktion garantieren, so Mangold, dass der Roman nicht ins Sentimentale abrutscht.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.11.2001

Gerrit Bartels ist von der vielschichtigen Erzählkunst des Autors tief beeindruckt: Nicht nur weil er zwischen den Genres - Roadmovie und Erziehungsroman - wechsle, sondern auch, weil Eggers Schilderungen minutiös und intensiv seien. Das ist nie langweilig, versichert Bartels, der geschwätzige Abschweifungen als "postmoderne Spielchen" versteht. Das Buch erzählt Eggers Familiengeschichte, berichtet Bartels: In einem weißen Vorort von Chicago erleben die Geschwister den Krebstod der Eltern. Der Autor, der längst zum Kultbuchautor avanciert sei, habe mit seinem Buch auch eines der "Lost Generation" geschrieben, ein Vermächtnis an eine Generation, die schon Douglas Coupland in "Generation X" beschrieben habe. Letztes Jahr war das Buch das literarische Ereignis in den USA schlechthin, weshalb es den Rezensenten nicht verwundert, dass Eggers Leben von den Medien bis ins kleinste Detail durchleuchtet wurde. Inzwischen schreibe der Autor für das vierteljährlich erscheinende, zwar in Island gedruckte, aber dennoch renommierte Literaturmagazin McSweeneys.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren