Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mit einem Nachwort und einer Zeittafel von Jean-Luc Bitton, sowie ein Gespräch mit Peter Handke. Aus dem Französischen übersetzt von Barbara Heber-Schärer. Der Roman, 1936 geschrieben und fast fünfzig Jahre später in einem vergessenen Koffer wiedergefunden, ist das letzte unveröffentlichte Manuskript Emmanuel Boves (in Frankreich 1999 erschienen). Bove, der Anfang der achtziger Jahre dank Peter Handke und Raymond Cousse wiederentdeckt wurde, ist einer der großen Einzelgänger in der Literatur. Sein Werk entzieht sich allen literarischen und ideologischen Zuordnungen. Das erklärt, weshalb er vergessen und warum er wiederentdeckt wurde.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2001
Yvonne Gebauer ist von diesem Roman, der um 1935 entstand, erst posthum im Nachlass des französischen Autors gefunden wurde und nun zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vorliegt, nicht völlig überzeugt. Doch begegne man den Romanen Boves wie "einem alten Bekannten", der "manchmal blendend" und eben auch "manchmal etwas blass und kränklich" erscheint. Allerdings muss sie dem damaligen Verleger, dem Bove den Roman anbot, zustimmen, dass die Geschichte, in der sich eine Frau in einen Mörder verliebt, insgesamt etwas konturlos wirkt und so urteilt Gebauer, das Buch gehöre "sicher nicht zu den zentralen Werken" des Autors.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.11.2001
Die Rezension von Ursula Pia Jauch gibt viele interessante Informationen aus dem Leben von Emmanuel Bove, dessen eigentlicher Name Emmanuel Bobovnikoff ist. Schnell wird deutlich, dass dies viel zum Verständnis des Schreibens dieses Autors beiträgt. Jauch stellt den 1898 geborenen russischstämmigen Autor als einen ewig Scheiternden vor: die unstete Kindheit als Sohn geschiedener Eltern mündet in ein vergleichbar ziel- und planlos verlaufendes Erwachsenenleben, in dem ein Gelegenheitsjob dem nächsten folgt, um das Überleben zu sichern, weiß Jauch. Hier sieht die Rezensentin eine Parallele zu der Titelheldin des jüngst in deutscher Übersetzung erschienen Buches, jener Colette, die Jauch als ein Wesen beschreibt, das sich, dem Autor ähnlich, eher treiben lässt und nur punktuell zur Handelnden wird. Auch mit diesem Roman verknüpft die Rezensentin eine interessante biograffische Information, die die Neugierde auf "Colette Salmand" verstärkt: Bove, so berichtet sie, habe sich neben seinen zahlreichen anderen Jobs auch als Schriftsteller verdingt und es dabei sogar zu kurzfristigem literarischen Ruhm gebracht, der aber sehr bald wieder verging. "Colette Salmand" wurde von den "Oeuvres libres", einem monatlich erscheinenden literarischen Almanach abgelehnt, weiß Jauch. Erst 1999 wurde der Roman wieder entdeckt und kam zu verspätetem Ruhm. Was sechzig Jahre zuvor als misslungen gewertet wurde, lobte man nun in den höchsten Tönen und feierte den Autor als den "Wegbereiter des nouveau roman", informiert Jauch, die der Ansicht ist, dass der in diesem Buch gestaltete Frauencharakter durch das sprachliche Können des Autors "kurzzeitig zu einem Glanzlicht der Existenz" wird.
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Uangenehm plausibel
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