Herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durch Werner Schuffenhauer. Bearbeitet von Christine Weckwerth und Werner Schuffenhauer. Die Bände 14-16 dieser Werkausgabe enthalten Veröffentlichungen aus Feuerbachs handschriftlichem Nachlass. Ergänzend zu den bereits in Band 13 vorgelegten Vorlesungen wird hier der fragmentarisch überlieferte Textkorpus der "Vorlesungen über Logik und Metaphysik", die Feuerbach als Privatdozent an der Königlich Bayerischen Friedrich-Alexander-Universität Erlangen neben Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie und Logik sowie zur Rationalen Psychologie gehalten hat, präsentiert. Die den hier gebotenen Texten vorausgehende Vorlesung "Einleitung in die Logik und Metaphysik" (Band 13), hielt Feuerbach im Sommersemester 1829 und im Wintersemester 1829/30 zu jeweils vier Wochenstunden, die "Vorlesungen über Logik und Metaphysik" hingegen während der Wintersemester 1830/31 und 1831/32 zu jeweils wenigstens fünf Wochenstunden. Mehrfachpaginierungen von seiner Hand weisen darauf hin, dass die Manuskripte beider Vorlesungen wiederholt und wohl auch in unterschiedlicher Zusammenstellung und Ausführlichkeit zum Vortrag benutzt wurden. Nach Ablauf des Wintersemesters 1831/32 unterbrach Feuerbach seine Vorlesungstätigkeit und kehrte schließlich - nach seiner Vorlesung 1835/36 zur Geschichte der neueren Philosophie (Band 15) - der Universität den Rücken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.11.2001
Gert Lange stellt uns erst einmal die Tragödie der Geschichte des Feuerbachschen Nachlasses vor Augen, um dann umso enthusiastischer von der nun in zwei ersten Bänden vorliegenden Edition zu sprechen. Inwiefern Feuerbach mehr ist, "als das, was wir bisher von ihm hielten," davon geben uns die Bände 13 und 14 der im Akademie-Verlag erscheinenden Gesammelten Werke und davon gibt uns Lange in seiner umfangreichen Besprechung, einen Eindruck. Da wären zunächst Feuerbachs Ausführungen "Über das Böse und seinen Ursprung," die Lange vor dem Hintergrund der Terroranschläge in den USA "in einem sehr gegenwärtigen Licht" erscheinen. Ferner findet der Rezensent interessant zu verfolgen, wie Feuerbach, den christlichen Idealismus und Hegel hinter sich lassend, die Theologie in Natur- und Menschenlehre auflöst - der Leser wird Zeuge der "Schreitübungen in die Selbständigkeit Feuerbachschen Philosophierens." Last not least sind die die Bände formierenden Vorlesungstexte für Lange "von methodischem Interesse." Insofern als "Ansätze einer Literarisierung von Philosophie" mit "Passagen äußerster Gedankendichte" sich abwechseln.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…