Herausgegeben von Heinz Ludwig Arnold. Enttäuscht von Günter Grass und Monika Maron setzt sich Hans Joachim Schädlich kritisch mit der Aufgabe des Schriftstellers auseinander.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.11.2001
Hans Joachim Schädlich nennt auch die unbequemen Dinge beim Namen, erklärt Rezensent Martin Luchsinger. Sehr erfreut zeigt er sich daher, dass der Wallstein Verlag nun weitere "verstreute Interventionen" des 1977 aus der DDR ausgereisten Schriftstellers veröffentlicht hat, die der Rezensent allesamt für umsichtig, klug, scharf, entschieden und differenziert hält, seien sie gegen Günter Grass, Robert Walser oder Monika Maron gerichtet. Und besonders beeindruckt hat ihn Schädlichs eigenwillige Mischung aus Rigorosität und liberalem Denken, hinter dem Luchsinger eine Utopie der Versöhnung zwischen Ost und West und zwischen ostdeutschen Autoren vermutet.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…