Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Ein Schriftsteller und eine Ärztin. Mann und Frau. Fünf Tage, fünf Kapitel, Montag bis Freitag. Es ist wie eine Versuchsanordnung. Er spricht, und sie ist zum Zuhören gezwungen, eine Zeugin, die erst als Erzählerin seiner Monologe zu Wort kommt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.05.2000
Sabine Peters wird nicht recht glücklich mit Norbert Gstreins neuer Erzählung. Das Portrait des Autors als gegen den Literaturbetrieb rasender Widerling ist eine Art outtake aus Gstreins letztem großen Roman "Die englischen Jahre", und die Rezensentin fragt sich, ob Gstrein es nicht besser doch in diesem Zusammenhang veröffentlicht hätte. Die in sich durchaus stimmigen Tiraden des Helden erfahren in der separaten Veröffentlichung keine Relativierung, zudem, so Peters, gemahnt das Ganze allzu sehr an Thomas Bernhards Suaden. Problematisch erscheint ihr auch die keinerlei Eigengewicht gewinnende Ich-Erzählerin, die Frau des Autors, die nur die Aufgabe hat, dessen Text "wie ein Diktiergerät zu speichern".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.05.2000
Paul Jandl lobt den Roman als "gelungene Hommage" an Thomas Bernhard, der wie Gstrein an Österreich und am Kulturbetrieb litt und literarisch Rache übte. Bei Gstrein meint Kulturbetrieb gleich Literaturbetrieb, über den ein bei einer Dichterlesung nicht zu Ehren gekommener Dichter einen endlosen hämischen Monolog ausgießt. Zugleich unterlaufe Gstrein, so Jandl, dieses nicht uneitle Selbstgespräch mit den Mitteln der Fiktion, das von der Verzweifelung und nicht von der Häme vorangetrieben wird. "Selbstportrait mit einer Toten" erweise sich somit als - eigenständig zu betrachtender - Teil und Fortsetzung seines vorherigen Romans "Die englischen Jahre".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.03.2000
Manuela Reichart ist von diesem ?Porträt eines gewöhnlichen paranoiden Schriftstellers? begeistert. Das Buch basiere auf dem letzten Roman von Gstreiners, ?Die englischen Jahre?, erzählt sie. Dort heißt es zum Schluß: ?Es wäre interessant, ??einmal zu erzählen, was die Frau eines Schriftstellers mitmacht??. Wir haben also wieder dasselbe Paar wie in den ?Englischen Jahren?: hier der egomanische Schriftsteller, dort seine Frau, die seine endlosen Tiraden nicht länger ertragen kann. ?Wer hat den schlimmsten Part?? fragt Manuela Reichart recht munter. Der Dichter, der an allem zweifelt oder die Frau, die sich diesen Sermon Tag für Tag anhören muß? Gstreiner entwerfe ?ein Höllenbild, in dem jede Einzelheit ebenso realistisch wie grauenvoll ist?. Doch könne man sich ?dem Sog der ausschweifenden Sätze nicht mehr entziehen?.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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