Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter Stephan Jungk

Der König von Amerika

Roman

Cover: Der König von Amerika

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2001
ISBN-10 360893202X
ISBN-13 9783608932027
Gebunden, 243 Seiten, 19,17 EUR

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Klappentext

Schon mit dreißig war er eine internationale Berühmtheit. Sein kleines Zeichenstudio war im Lauf der Jahre zu einer weltumspannenden Industrie geworden. Und als er 1966 starb, war er eine Legende, einer der letzten Groß-Moguln Hollywoods: Walt Disney. Doch war dieser Mann, dessen Filme auch heute noch jedes Kind kennt, eine zwar charismatische, doch auch problematische Persönlichkeit. Peter Stephan Jungk erzählt die letzten sechs Wochen im Leben dieses Tycoons aus der Sicht eines der Zeichner von Disneys Märchenwelten...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.12.2001

Lobend erwähnt Stephan Krass den Facetten- und Detailreichtum mit dem der Autor des Buches die "Bilderbuchgeschichte" Walt Disneys, dessen "lebendige Physiognomie", in die Geschichte vom geschassten Meisterzeichner Wilhelm Dantine integriert. Für Krass ein Zeichen für gründliche Recherchen. Etwas zu gründlich vielleicht, denn das Problem des als Roman ausgegebenen Buches liegt für den Rezensenten darin, "dass sich der Autor nicht entscheiden kann, ob er eine fiktive Geschichte, eine Biografie oder eine Art literarisches Doku-Drama verfassen soll". Weil ihm der Text für einen Roman zu wenig, für eine Biografie aber zu sehr fiktionalisiert erscheint, schlägt Krass die Bezeichnung "faction" vor. Nur ändert das leider nichts an der seltsamen Farblosigkeit eines Helden, der kaum eine "glaubwürdige Gegenfigur" zu Disney abzugeben tauge. Den Rezensenten irritiert das umso mehr, "als Jungk seinen starken Stoff erzählerisch und dramaturgisch durchaus im Griff hat".

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.11.2001

Der Autor Peter Stephan Jungk hat sich eines "klugen erzählerischen Tricks" bedient, um die Geschichte Walt Disneys zu beschreiben, findet Rezensent Paul Michael Lützeler: Er hat einen fiktiven "ehemaligen Mitarbeiter" Disneys erfunden. Dieser angebliche Mitarbeiter sitzt im Gefängnis, weil er die Urne Walt Disneys gestohlen haben soll - und schreibt von dort seine Erinnerungen an den Mickey-Mouse-Erfinder auf, so Lützeler. Die Handlung dieses Romans spielt in den letzten Monaten vor dem Tod des Filmmagnaten und ist mit vielen Rückblicken versehen, schreibt der Rezensent. Besonders gelungen findet Lützeler die konstruierte Begegnung zwischen dem Erzähler und Walt Disney, bei der die "dunklen Seiten" aus Disneys Lebenslauf aufgedeckt würden: Während des Vietnamkrieges sei Disney ein "Scharfmacher" gewesen, schreibt der Rezensent. Außerdem erfahre der Leser über die Ursprünge Disneys, der auf dem heimischen Bauernhof angefangen habe, Tiere und Pflanzen zu malen. Der Rezensent lobt: Eine "gelungene und packende Romanbiografie".

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Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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