Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 13.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Klaus Merz

Adams Kostüm

Drei Erzählungen

Cover: Adams Kostüm

Haymon Verlag, Innsbruck 2001
ISBN-10 3852183618
ISBN-13 9783852183619
Gebunden, 92 Seiten, 15,24 EUR

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Klappentext

Mit Zeichnungen von Heinz Egger. Drei Geschichten über Frauen und Männer, über Entfernung und Nähe und die Spanne Zeit dazwischen. Liebe flammt auf und verschwindet wieder, entsteht aus dem Nichts und mündet ins Offene. Etwa zwischen der Therapeutin und ihrem selbstmordgefährdeten Patienten, oder kaum merkbar in einem Speisewagen, im zufälligen Gespräch zweier Reisender. Und was bleibt von einer Liebe, wenn ein Mann Frau und Kind verläßt und nach Jahren zurückkehrt, als wäre nichts geschehen?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.12.2001

Peter Hamm wundert es eigentlich nicht, dass der Schweizer Autor hierzulande immer noch ein "Geheimtipp" ist, denn er hält ihn kaum für bestsellertauglich. Das liegt seiner Ansicht nach an der "Rigorosität der Reduktion", der sich der Autor verschrieben hat, und die er auch in den vorliegenden drei Erzählungen an den Tag lege. Hamm gefällt das. Er lobt Merz, weil dieser bei aller Anlage zur Tragik seinen Figuren keinerlei "Lamento" in den Mund lege und statt dessen eine "melancholische und gelegentlich leicht ironische Metaphorik" verwende, um ihr Leid zu beschreiben. Auch preist er den Autor als Meister der "Auslassung" und ist begeistert, wie "subtil" Merz diese einsetzt. Dies sei eben keine leichte Lektüre, mit der sich die Leser "zudröhnen lassen" könnten.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.10.2001

Ziemlich angetan zeigt sich Samuel Moser von den drei Erzählungen, die Klaus Merz in diesem Band zusammengefasst hat und nennt sie "eine souveräne Demonstration seines schriftstellerischen Könnens". Um Liebe geht es in allen dreien, und wie sich Merz diesem Thema annähert, davon ist der Rezensent schwer beeindruckt: "Sein Amor verführt den Leser mit leicht gewobenen Seelenkostümen". Moser findet, dass Merz sehr kontrolliert erzählen kann, dass sich Form und Inhalt in diesen Geschichten sehr gekonnt ergänzen, und vor Begeisterung wird er richtig schwärmerisch: "Erzählfreude paart sich mit Formdisziplin, [?], Tempo mit Langsamkeit, Oberflächlichkeit mit Tiefe" Am Ende bleibt alle Mühen der Protagonisten um ein Liebesglück zwar ein Nullsummenspiel - doch wie unzynisch Merz diesen Prozess aufbereitet, davon ist Samuel Moser begeistert.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren