Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Stephen Hawking

Das Universum in der Nussschale

Cover: Das Universum in der Nussschale

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2001
ISBN-10 3455093450
ISBN-13 9783455093452
Gebunden, 224 Seiten, 25,51 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Hainer Kober. Wie viele Wissenschaftler ist Hawking auf der Suche nach dem heiligen Gral der Physik, der "Weltformel". Dabei spielen skurrile Gedankengebäude wie Supergravitation, Supersymmetrie und Superstrings eine wichtige Rolle. Hawking entwickelt die Vorstellung, dass nicht nur jeder Raum, sondern auch jede Zeit eine bestimmte Form annimmt, oder die Theorie, der zufolge das Universum viele "Geschichten" in der imaginären Zeit hat, aber nur manche von ihnen, die abgeflacht-rund geformten, die Entstehung intelligenten Lebens gestatten. Mittels 250 Farbillustrationen führt Hawking den Laien in das surreale Wunderland der modernen Raumzeitforschung ein, in die Evolution eines Universums, das einer winzigen Nuss entsprang.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.10.2001

Ernst Peter Fischer ist "verstimmt" über Stephen Hawkings neues Buch: der beabsichtigte Markterfolg ist für ihn in der bunt bebilderten und wenig Text enthaltenden Neuerscheinung, seiner Meinung nach eine Wiederholung von "Eine kurze Geschichte der Zeit", zu offensichtlich. Hawkings Wortschöpfung des Bran (entstanden aus Membran, womit das "ausgedehnte Objekt einer Theorie" gemeint ist, auf dessen Grundlage man "schwarze Löcher und andere exotische Gebilde" betrachten kann) ist eigentlich ein Wortwitz, was die Übersetzung nicht erwähne. Dies und andere Witzchen hätten "Stammtischqualität". Stephen sei schlicht die "alberne Ausgabe von Albert". In seiner Nachahmung von Albert Einstein spreche er allerdings auch von Dingen, von denen er nichts verstehe, was Einstein stets tunlichst vermieden habe.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.09.2001

Ulrich Kühne ist enttäuscht. Inkonsequenz wirft er dem Meister der Wissenschaftsliteratur vor, der mit seiner "Kurzen Geschichte der Zeit" vor etwas über einem Jahrzehnt weltweit alle Rekorde brach. Die damals versprochene Weltformel enthalte auch das neue Buch nicht, warnt Kühne, den das gebrochene Versprechen weniger stört als vielmehr die "Beliebigkeit der Sprache", mit der Hawking neuerdings wild herumhantiere. Wenn man die Begriffshülsen von Physik und Mathematik austausche, könnte Hawkings Buch ebenso gut von Perserteppichen handeln, bedauert Kühne, denn im Buch gehe es zu wie im orientalischen Basar. Obwohl sich der Physiker selbst als Positivist bezeichnet, verhält er sich ganz unpositivistisch, meint der Rezensent: wo Hawking nicht weiter wisse, weil auch Wissenschaft und Forschung noch nicht weitergekommen sind, neige er zu Prophezeiungen und treibe in phantastischen Metaphern seine Spekulationen voran. Für Kühne ist Hawkings jüngstes Buch ein klarer Fall von "Erbauungsliteratur" - auch wenn der Autor alles nur zu einer Frage der Intelligenz erkläre, die man notfalls veredeln müsse.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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