Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Stephen Hawking
Das Universum in der Nussschale
Klappentext
Aus dem Englischen von Hainer Kober. Wie viele Wissenschaftler ist Hawking auf der Suche nach dem heiligen Gral der Physik, der "Weltformel". Dabei spielen skurrile Gedankengebäude wie Supergravitation, Supersymmetrie und Superstrings eine wichtige Rolle. Hawking entwickelt die Vorstellung, dass nicht nur jeder Raum, sondern auch jede Zeit eine bestimmte Form annimmt, oder die Theorie, der zufolge das Universum viele "Geschichten" in der imaginären Zeit hat, aber nur manche von ihnen, die abgeflacht-rund geformten, die Entstehung intelligenten Lebens gestatten. Mittels 250 Farbillustrationen führt Hawking den Laien in das surreale Wunderland der modernen Raumzeitforschung ein, in die Evolution eines Universums, das einer winzigen Nuss entsprang.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.10.2001
Ernst Peter Fischer ist "verstimmt" über Stephen Hawkings neues Buch: der beabsichtigte Markterfolg ist für ihn in der bunt bebilderten und wenig Text enthaltenden Neuerscheinung, seiner Meinung nach eine Wiederholung von "Eine kurze Geschichte der Zeit", zu offensichtlich. Hawkings Wortschöpfung des Bran (entstanden aus Membran, womit das "ausgedehnte Objekt einer Theorie" gemeint ist, auf dessen Grundlage man "schwarze Löcher und andere exotische Gebilde" betrachten kann) ist eigentlich ein Wortwitz, was die Übersetzung nicht erwähne. Dies und andere Witzchen hätten "Stammtischqualität". Stephen sei schlicht die "alberne Ausgabe von Albert". In seiner Nachahmung von Albert Einstein spreche er allerdings auch von Dingen, von denen er nichts verstehe, was Einstein stets tunlichst vermieden habe.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.09.2001
Ulrich Kühne ist enttäuscht. Inkonsequenz wirft er dem Meister der Wissenschaftsliteratur vor, der mit seiner "Kurzen Geschichte der Zeit" vor etwas über einem Jahrzehnt weltweit alle Rekorde brach. Die damals versprochene Weltformel enthalte auch das neue Buch nicht, warnt Kühne, den das gebrochene Versprechen weniger stört als vielmehr die "Beliebigkeit der Sprache", mit der Hawking neuerdings wild herumhantiere. Wenn man die Begriffshülsen von Physik und Mathematik austausche, könnte Hawkings Buch ebenso gut von Perserteppichen handeln, bedauert Kühne, denn im Buch gehe es zu wie im orientalischen Basar. Obwohl sich der Physiker selbst als Positivist bezeichnet, verhält er sich ganz unpositivistisch, meint der Rezensent: wo Hawking nicht weiter wisse, weil auch Wissenschaft und Forschung noch nicht weitergekommen sind, neige er zu Prophezeiungen und treibe in phantastischen Metaphern seine Spekulationen voran. Für Kühne ist Hawkings jüngstes Buch ein klarer Fall von "Erbauungsliteratur" - auch wenn der Autor alles nur zu einer Frage der Intelligenz erkläre, die man notfalls veredeln müsse.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







