Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.09.2001
Bei dem Briefwechsel handle es sich um die Kommunikation von "Adelssitz und Gelehrtenstube", wie der Rezensent Elmar Schenkel schreibt: Auf der einen Seite steht der Gutsherr Münchhausen, der auch Sprachrohr für die Nationalsozialisten war und an den Endsieg glaubte, auf der anderen Seite der linksliberale Pazifist und Anglistikprofessor Schücking. Schenkel lobt die Herausgeberin dafür, dass sie diese Unterschiede nicht einebnet, "sondern auch die abscheulichen antijüdischen Äußerungen des Adligen dokumentiert". Durch das zusätzliche Einfügen der Briefe der Frauen beider Autoren würde der Briefwechsel "zu einem mehrdimensionalen Gebilde, das beinahe Ansätze zu einem Roman aufweist", schließt der Rezensent.
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