Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Richard Beer-Hofmann

Richard Beer-Hofmann: Große Werkausgabe

Band 7: Briefe 1895 - 1945

Igel Verlag, Oldenburg 1999
ISBN-10 3896211005
ISBN-13 9783896211002
Gebunden, 476 Seiten, 34,77 EUR

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Klappentext

Nachwort, kommentiert und herausgegeben von Alexander Kosenina.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2000

In einer vom Schicksal des Wiener Dichters, den er einen "jüdischen Aristokraten" nennt, bewegten Besprechung lobt Dieter Borchmeyer insgesamt das Projekt der Werkausgabe Beer-Hofmanns, dessen siebter Band dies ist. Zwar sind die wichtigsten Briefpartner, nämlich Hofmansthal, Schnitzler und Beer-Hofmanns Ehefrau Paula, hier nicht enthalten, dafür allerdings - neben vielen unwichtigen und nur höflichen Postkarten - immerhin so "unschätzbare Perlen" wie Briefe an Thornton Wilder und Martin Buber. Der Herausgeber hat Archive in "Europa, Amerika und Israel" besucht, um diese Briefe einzusammeln und, oft zum ersten Mal, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Besonders aufgefallen ist Dieter Borchmeyer die Veränderung des Tons seiner Briefe nach der Emigration. Nicht nur an der Vertreibung hat dies gelegen sondern mehr noch daran, dass die geliebte Ehefrau Paula auf der Zwischenstation in Zürich einem Herzschlag erlegen war. Wegen seiner Tochter Mirjam lässt er sich überreden, nach New York weiterzufahren, aber die Reise "erfüllt ihn mit einem tiefen Schuldgefühl", schreibt Borchmeyer. Von der Trauer um den Verlust dieser Toten, und schließlich aller Toten, ist das nur sechs Jahre bis zu seinem Tod währende Exil in Amerika getragen. Auch darüber legen seine Briefe Zeugnis ab.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.07.2000

Als ein "Document humain", aber auch als ein literarhistorische Quelle ersten Ranges feiert der Rezensent mit dem Kürzel haj. diesen Band mit Briefen des Dichters Beer-Hofmann, der eine absolut notwendige Ergänzung zur Gesamtausgabe seiner Werke darstelle. Der Rezensent lobt die Erläuterungen und Register des Bandes und vermisst allenfalls die Antwortbriefe der Adressaten, auf die aus Platzgründen verzichtet werden musste.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren