Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Miral al-Tahawi

Das Zelt

Roman

Cover: Das Zelt

Unionsverlag, Zürich 2001
ISBN-10 3293002897
ISBN-13 9783293002890
Gebunden, 141 Seiten, 14,83 EUR

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Klappentext

Aus dem Arabischen von Doris Kilias. Fatima wächst in einer Beduinenfamilie in der Wüste auf. Die älteren Schwestern sehnen den Tag der Hochzeit herbei und fürchten ihn zugleich, die Mutter verzweifelt, weil sie nur Töchter zur Welt bringt, und die tyrannische Großmutter hält alle Zügel in der Hand. Der geliebte Vater kommt und geht und bleibt doch nie. Die Mauern des väterlichen Gehöfts lassen sich nur im Traum überwinden, das große Tor lässt sich nicht öffnen. Fatima muss sich gegen alle Widerstände ihre eigene Freiheit erschaffen, wo die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit gefährlich verschwimmen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.09.2001

Stefan Weidner stellt eine Autorin aus dem islamischen Kulturkreis vor, die hier nur wenigen bekannt sein dürfte, die aber, wie Weidner weiß, in Ägypten ein breites Echo habe. Der Plot ihres neuesten Buches, den er kurz anreißt, vermittelt die Unfreiheit eines Mädchens aus einer islamischen Beduinenfamilie. Die Perspektivlosigkeit und das Fehlen einer Entwicklung mache die Geschichte so bedrückend, findet Weidner, und er weiß, dass einige hier beschriebene Erfahrungen autobiographisch sind. Die Autorin, informiert er, stamme selbst aus einer Beduinenfamilie und fühlte sich, obwohl sie studieren konnte, dem traditionellen Milieu lange verhafte. Weidner hofft, dass ihr erster Roman mit dem Titel "Die blaue Aubergine", der seiner Meinung nach wesentlich mehr gesellschaftlichen Sprengstoff enthält, bald vom Unionsverlag nachgereicht werde.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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