Nach Pierre Bourdieus "Gegenfeuer ? Wortmeldungen im Dienste des Widerstands gegen die neoliberale Invasion" von 1998 erscheint mit "Gegenfeuer 2" eine Auswahl der wichtigsten Reden, Vorträge und schriftlichen Einmischungen Pierre Bourdieus aus den letzten beiden Jahren. Aus der systematischen Analyse der neuen weltwirtschaftlichen Ordnung, der Mechanismen, die sie beherrschen und der Politiken, die sie lenken, müsse eine grundlegend neuen Sicht politischen Handelns entstehen. Diese wiederum führe zu einer europäischen sozialen Bewegung, die der ökonomischen Weltsicht entgegentritt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.09.2001
Nach Meinung des Rezensenten reicht die politische Polemik dieses Buches nicht an die differenzierte soziologische Theorie von Bourdieu heran. Bourdieu sei einer paradoxen Situation ausgesetzt, insofern er sich dazu gezwungen sieht, "Dinge zu verteidigen, die man eigentlich verändern möchte". Der Rezensent Jens Kastner vertritt daher auch die These, dass über die Funktion des Staates zwischen dem politischen Aktivisten und dem Soziologen Bourdieu Uneinigkeit herrsche. Überdies spreche sich Bourdieu für eine neue politische Bewegung aus, die aus einer internationalistischen und antiautoritären, europäischen Gewerkschaftsbewegung hervorgehen solle, die aber "erst noch erfunden werden" müsse. Dem stimmt auch der Rezensent zu.
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