Hans Blumenberg

Ästhetische und metaphorologische Schriften

Cover: Ästhetische und metaphorologische Schriften
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783518291139
Broschiert, 400 Seiten, 15,29 EUR

Klappentext

Auswahl und Nachwort von Anselm Haverkamp. Nachdem Blumenbergs frühe Programmschrift von 1960, "Paradigmen zu einer Metaphorologie", wieder zugänglich geworden ist, folgt hier das Ensemble der ästhetischen und metaphorologischen Schriften aus den 50er bis 70er Jahren, in deren Mittelpunkt die "Paradigmen" stehen. In diesen kleinen Schriften liegt in äußerst konziser, pointierter Form vor, was nach der "Legitimität der Neuzeit" von 1966 in den großen Werken der 70er und 80er Jahre ausgearbeitet worden ist. Sie haben nicht nur historischen Bedeutung für die frühe Fama des Autors; sie zeigen auch den Kernbestand des freigesetzten "authentischen Potentials".

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.10.2001

Die in diesem Band versammelten ästhetischen und metaphorologischen Schriften Blumenbergs hat Rezensent "upj" schon an anderen, allerdings "zum Teil schwer zugänglichen" Orten gelesen. Die jetzige Anordnung überzeugt ihn indes nicht besonders, "diffus" nennt er sie, da kann Blumenberg selbst so "hellsichtig" wie eh und je sein. Und erst das Nachwort! "Upj" zeigt sich entsetzt über eine "maßlos gestelzte und ganz einfach ungenießbare Anmaßung, eine definitive Blumenberg-Auslegung zu geben." Als selbst denkender Leser ergreift er die Flucht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2001

Mit dem vorliegenden Band aus dem Nachlass Blumenbergs setzt sich Henning Ritter in seiner vermeintlichen Rezension eigentlich kaum auseinander. Vielmehr schildert er die Karriere des Philosophen und stellt fest, dass die frühen akademischen Schriften zum großen Teil aus dem Gesichtskreis der Blumenberg-Kenner gefallen sind. Dem kann nun diese Sammlung verstreuter Aufsätze ganz offensichtlich auch nicht abhelfen - denn Henning Ritter fordert nicht weniger als eine Gesamtausgabe. Dafür ist ihm denn auch kein Superlativ zum Lobe Blumenbergs zu schade. Er spricht von der "atemberaubenden expansiven Bewegung" seines Denkens und behauptet, Blumenberg habe "Beiläufiges nie produziert". Die entschiedene logische Schlussfolgerung, Ritter schreibt es noch einmal, damit Suhrkamp es auch wirklich mitkriegt: eine Gesamtausgabe muss her.
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