Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.07.2001
Die Reichsleitung unter Kaiser Wilhelm II. war sich durchaus bewusst, welchen Einfluss die Medien auf die öffentliche Meinung hatten, berichtet Matthias Alexander. Trotzdem verfolgte sie keine einheitliche Medienpolitik. Das hat der Rezensent der aus einem großen Quellenbestand schöpfenden Studie von Gunda Stöber genommen. Die findet Alexander etwas umständlich geschrieben, aber interessant, insbesondere Stöbers Ausführungen über die Taktiken des Reichskanzlers von Bülow, der nicht nur die Journalisten, sondern auch den Kaiser selbst in seiner Meinung zu manipulieren suchte. Allerdings, und hier zeigt sich der Rezensent etwas enttäuscht, bestätige die Autorin in ihrer Studie lediglich bereits bekannte Annahmen der Historiker, dass es eine systematische Pressepolitik unter Kaiser Wilhelm nicht gegeben habe.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…