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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.05.2001
Da schon das Kino selbst nicht mehr viel zu bieten hat, schreibt Peter Körte, kann man sich besser denjenigen zuwenden, die sich mit dem Medium viel beschäftigt haben. Zu ihnen zählt der Rezensent auch den französischen Filmkritiker Serge Daney (1944-1992), der lange Zeit für "Libération" arbeitete und die Filmzeitschrift "Trafic" gegründet hatte. Körte, der Daney für einen der größten und wichtigsten Kritiker hält, würdigt in seiner Besprechung denn auch weniger die beiden jüngst erschienenen Bücher Daneys als vielmehr den Autor selbst. Der Rezensent findet es bezeichnend, dass beide Bücher in kleinen Verlagen erschienen sind. Während Daney in Frankreich als eine Institution galt, informiert Körte, kursierten seine Schriften in Deutschland nur unter einer kleinen Schar von Spezialisten.
1) Serge Daney: "Von der Welt ins Bild"
Ein Manko hat Körte an der Textsammlung gefunden. Ihre Gliederung findet der Rezensent zwanghaft. Sie hätte vielmehr chronologisch angelegt werden müssen, meint er, ganz der Arbeitsweise von Daney entsprechend. Zu viel Erläuterung und Texte ohne Kontext, kritisiert Körte, freut sich aber, dass darunter die großen Essays Daneys über das Benetton-Baby, den Golfkrieg und die Nouvelle Vague enthalten sind.
2) Serge Daney: "Im Verborgenen"
Es gibt nicht mehr als ein Kapitel in diesem Buch, berichtet Körte. Ein Gespräch, das Daney ein paar Monate vor seinem Tod mit seinem Freund und einstigen Kollegen Serge Toubiana geführt hatte. Ein Buch, das sich seiner Lebendigkeit gerade durch seine Form gewiss ist, denkt der Rezensent.
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