Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
3 CDs mit einer Laufzeit von 195 Minuten. Die Chronik der Gefühle ist ein in der Gegenwartsliteratur singuläres Unternehmen: Sie erzählt in Lebensläufen und Geschichten von den Erfahrungen und vor allem den Gefühlen, mit denen wir auf Zeit, Epoche und deren Brüche reagieren. Alexander Kluges Opus magnum ist ein durch Zeit und Geschichte mäanderndes Buch der Emotionen, das aus immer neuen Blickwinkeln unsere manchmal rätselhaften, manchmal seltsam resistenten Verhaltensweisen, Reaktionen und Leidenschaften zu ergründen sucht.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.05.2001
Wenn Jochen Hieber nicht so vornehm wäre, müsste man sagen, er ist stinksauer über dieses Hörbuch. Die zweitausend Seiten der gedruckten Fassung hat Kluge nämlich auf etwa hundert Seiten Text zusammengekürzt. Hieber nennt das "ein großes Übel", "unseriös", "nachlässig", "Pfusch, ja Hörerbetrug". Dass viele Hörbücher nur gekürzte Fassungen des Originaltextes bieten, macht die Sache für ihn nicht besser. So verkomme das Hörbuch - eigentlich eine wunderbare Erfindung - zur "Digest-Version". Nicht mal Hannelore Hogers "weiche und lakonische" Stimme stimmt ihn versöhnlich. Denn sogar das Begleitheft, das Hinweise enthält, wo im Original die gelesenen Stellen zu finden sind, strotzt vor Fehlern. Allein auf der dritten CD "sind vier Angaben falsch", schreibt er empört. Und ausgerechnet dieser Pfusch wurde von der Branche zum "Hörbuch des Monats Mai" gewählt - Hieber versteht die Welt nicht mehr.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.04.2001
Konrad Heidkamp gibt zu, dass er sich die gedruckte Fassung dieses Werks - zumindest teilweise - für das Rentenalter aufsparen wollte. Doch dafür muss jetzt etwas anderes herhalten, denn das vorliegende Hörbuch macht, so Heidkamp, "unbändige Lust", das gedruckte Monumentalwerk wieder in die Hand zu nehmen. Dafür ist zum großen Teil Hannelore Hoger verantwortlich, die den "klinisch kalten Beschreibungen Kluges die nötige Temperatur" verleihe. Aber auch Kluge selbst schneidet bei Heidkamp gut ab: Die Unterhaltungen zwischen beiden findet der Rezensent so komisch, dass sie ihm wie eine "Wiedergeburt von Liesl Karlstadt und Karl Valentin aus dem Geiste Heiner Müllers" erscheinen. Überhaupt stehen Kluges Geschichten "der gesprochenen Sprache nahe", schließt Heidkamp sich Enzensberger an, weshalb eine Hörfassung der Texte ganz besonders sinnvoll sei. Denn dadurch bekämen sie etwas von dem Menschlichen zurück, das in der gedruckten Fassung bisweilen verloren gehe. Auch mit der Auswahl der hier vorgestellten Texte ist Heidkamp rundum zufrieden.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








