Chasak (hebr. sei stark!), so lautete eine traditionelle Grußformel innerhalb der zionistischen Weltbewegung, die von Theodor Herzl Ende des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf den modernen Antisemitismus begründet worden war. Ihr Ziel, die Errichtung eines Judenstaates, wurde vor zweiundfünfzig Jahren mit der Gründung des Staates Israel verwirklicht. Dessen Entstehung wäre wiederum nicht möglich gewesen, wenn die internationale zionistische Bewegung nicht in dem halben Jahrhundert zuvor in einer einmaligen und durchaus beispielgebenden Art und Weise mental, organisatorisch und propagandistisch Schritt für Schritt auf dieses Ziel hingearbeitet hätte...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.04.2001
Joachim Schlör findet Fragestellung und Ausarbeitung dieser Studie von Carsten Teichert, - ursprünglich eine Dissertation- durchaus interessant und gelungen. Thema der Studie ist, wie die zionistische Idee im Nazideutschland diskutiert wurde und das ist nach Einschätzung des Rezensenten ein Thema, das bislang mit Scheu behandelt wurde - wohl auch, weil es zu "einer partiellen Zusammenarbeit von Vertretern jüdischer Organisationen mit deutschen Regierungsstellen kam". Schlör lobt die Vielfalt und dem Umfang der Quellen, die Teichert heranzieht und findet, dass es dem Autoren gelungen ist "die Angespanntheit, die Not und die Bedrängnis der deutschen Juden" anschaulich zu machen, obwohl er sich um einen wissenschaftlichen Text handelt.
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