Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Avishai Margalit

Ethik der Erinnerung

Max Horkheimer Vorlesungen

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN-10 3596147174
ISBN-13 9783596147175
Taschenbuch, 89 Seiten, 10,17 EUR

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Klappentext

Erinnern und Vergessen sind keine ethisch neutralen Vorkommnisse: Sie sind eingebettet in tiefliegende Vorstellungen vom ethisch Angemessenen und moralisch Gebotenen. Dieser meist nur implizit in Anspruch genommenen Ethik der Erinnerung gilt das Interesse des Autors.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.04.2001

Der Autor, erklärt Martin Seel, wendet sich der Frage zu, inwieweit Individuen und Kollektive nicht allein das Bedürfnis, sondern die (nicht bloß religiös begründete) Verpflichtung haben, sich ihrer Angehörigen zu erinnern. Dem Rezensenten indessen fallen sogleich die Grenzen einer solchen Verbindlichkeit ins Auge. Ethische Beziehungen, schreibt er, greifen nur dort, wo eine gemeinsame Geschichte ein engeres soziales Verhältnis geschaffen habe. Den Autor weiß er dabei an seiner Seite: An eine Globalisierung der Erinnerungsfähigkeit ethischer Gemeinschaften glaube Margalit nicht. Diesen eher pessimistischen Standpunkt allerdings sieht Seel wiederum relativiert durch die vom Autor in seiner "überragenden Schlussvorlesung" hervorgehobene Figur des "moralischen Zeugen", einen Agenten der kollektiven Erinnerung und Anwalt der moralischen Urteilsbildung durch die Zeiten.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren