Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michael Friedman

Carnap, Heidegger, Cassirer

Geteilte Wege

Cover: Carnap, Heidegger, Cassirer

S. Fischer Verlag, Frankfurt 2004
ISBN-10 3596160065
ISBN-13 9783596160068
Broschiert, 222 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Davos im Frühjahr 1929: Ernst Cassirer, philosophischer Repräsentant liberaler Weimarer Kultur, trifft auf Martin Heidegger. Im Hintergrund mit dabei ist Rudolf Carnap, Mitglied des Wiener Kreises: Drei Philosophen, die sich noch auf gemeinsame Grundfragen beziehen, doch schon verschiedene Wege einschlagen und damit divergierende Traditionen der modernen Philosophie begründen werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.08.2004

Jürgen Kaube überschlägt sich fast vor Jubel: Michael Friedmans Studie über Heidegger, Carnap und Cassirer könne glatt "ein Hauptstudium dieses Fachs ersetzen". Ausgangspunkt von Friedmans Studie ist der Davoser Ferienkurs von 1929, bei dem es zum legendären Disput zwischen Heidegger und Cassirer kam, aber auch, was weniger bekannt ist, zum Gespräch zwischen Heidegger und Carnap. Gerade aus letzterem Detail schlage Friedman - so findet Rezensent Kaube - "Funken". Anhand dieser Auseinandersetzung werde nämlich einprägsam die "historische Bruchstelle" rekonstruiert, an der sich die philosophische Tradition spaltet in analytisch orientierte anglo-amerikanische Philosophie und hermeneutisch geprägte Kontinental-Philosophie. Friedman - dessen Leistung nach Kaube "gar nicht hoch genug" zu schätzen sei - mache deutlich, wo das Problem liegt: Im Verhältnis der Philosophie zu den "exakten Wissenschaften". So stellte beispielweise Carnap in einer Schrift Heideggers Satz "Das Nichts nichtet" unter Sinnlosigkeitsverdacht, weil dieser als metaphysischer "Scheinsatz" nicht wissenschaftlich beweisbar sei; Heidegger wiederum formulierte im Aufsatz "Was heißt denken?" den geharnischten Satz: "Die Wissenschaft denkt nicht." Kaube lobt, wie "minutiös" Friedman den Denkweg der drei Philosophen skizziert habe. So könne der Leser "beim Denken" zusehen. Und mehr als das, meint Kaube, "kann man von einem philosophischen Buch über Philosophen nicht erwarten."

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren