Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Werner Schmitz und Karsten Singelmann. Der Mord an der attraktiven Tessa Quayle droht die britische Botschaft in Nairobi in einen diplomatischen Skandal zu stürzen: Schon zu Lebzeiten hatte die junge Frau sich kaum um politische Rücksichten geschert. In einer atemberaubenden Jagd durch drei Kontinente macht sich der Ehemann auf die Suche nach dem Mörder und gerät dabei nicht nur in einen tiefen Sumpf aus politischen und Pharmainteressen...
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.05.2001
Ziemlich fesselnd findet Rezensent Niels Werber John Le Carré Thriller über die Pharmaindustrie und deren Strategie, Medikamente an "menschlichen Versuchskaninchen" in Afrika zu testen. Von dieser zynischen Praxis zieht er Parallelen zu der kürzlich erfolgten Gerichtsentscheidung zu Medikamentpatentrechten in Südafrika und bemerkt, dass einem nach der Lektüre dieses Thrillers "der Jubel" über diese Entscheidung, wonach in Afrika billige Kopien von Aidsmedikamenten verkauft werden dürfen, "im Hals stecken" bleibt. Aber nicht nur inhaltlich, sondern auch erzählerisch ist Werber von Le Carré begeistert. Ausgangspunkt der Erzählung ist ein Liebesdrama, und wie der Autor diesen "Mord aus Leidenschaft in ein weltumspannendes Komplott" integriert, findet der Rezensent sehr gelungen.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.04.2001
John Le Carrés neuester Roman beinhaltet einen hypothetischen Pharmaskandal in Kenia mit kaum verhüllten Verweisen auf lebende Personen, informiert Reiner Luyken. Er verweist auf eine fast zeitgleich mit der englischen Ausgabe des Buches erschienene Artikelserie in der Washington Post über Experimente mit neu entwickelten Medikamenten in der Dritten Welt mit teilweise furchtbaren Auswirkungen für die Testpersonen. Ein Rezensent der New York Times fand Le Carrés Buch dennoch unglaubwürdig, in England war es ein Ladenhüter, schreibt Luyken, der dafür durchaus Verständnis zeigt. Ein engagierter Roman sei leider nicht immer ein guter. Luyken kritisiert Le Carrés weitschweifiges Erzählen, die typisierten Personen und die insgesamt langweilige zweite Hälfte des Romans. Die Artikelserie hat ihm viel besser gefallen.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.03.2001
Hin und weg ist Eberhard Falcke von John le Carrés neuem Thriller. Wer nach Argumenten gegen eine Forschung und Ausbildung finanzierende Industrie sucht, wird sie hier reichlich finden, denkt der Rezensent. In Kenia kann le Carrés Krimi über Korruption und Verbrechen, die Verwicklung zwischen Politik und Industrie nur unter dem Ladentisch verkauft werden, informiert Falcke. Denn das Buch ist brisant. Wieder einmal habe der Autor seine Lieblingsgegner aufs Korn genommen, jene vornehmen Heuchler im Dienste seiner Majestät, berichtet der Rezensent. In gewohnter analytischer Porträtkunst leuchte der Bestseller-Autor das Seelenleben seiner Figuren aus, schildere meisterhaft die unterschiedlichsten sozialen Milieus, führe unübertrefflich britische Marotten vor und warte mit idiomatisch ungeheuer treffenden Dialogen auf, meint Falcke. Eine Freude ist ihm daher auch die sehr gelungene Übersetzung von Werner Schmitz und Karsten Singelmann. Und mit Tessa Quayles Engagement für Gerechtigkeit und Aufklärung, das sie leider das Leben kostet, hat der Autor für den Rezensenten die in seinen Werken bisher nachdrücklichste Huldigung an die neue Frau geschrieben.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








