Schluss mit der organisierten Verantwortungslosigkeit. Günter Ederer mit einer provozierenden Kritik des Fürsorgestaates und unserer Furcht vor der Freiheit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.03.2001
Gerd Habermann zeigt sich äußerst angetan von diesem Buch, das er als "Massengrab für heilige Kühe" bezeichnet. Ederer bringe hier schonungslos und mit Zahlen genauestens belegt auf den Punkt, warum spätestens 2015 Deutschland aufgrund der Staatsverschuldung bankrott sein wird - vorausgesetzt, dass sich beim gegenwärtigen "Umverteilungschaos", der Subventions- und Familienpolitik, nicht grundlegend etwas ändert. Habermann räumt ein, dass dieses Buch für so manchen schmerzhaft zu lesen ist, besonders für "Umverteilungsakrobaten und Verbandsfunktionäre". Doch gerade die schmerzhaften Wahrheiten, die Ederer hier ohne Scheu anspreche, gehören für den Rezensenten zu den besonderen Stärken des Buchs. Doch ein "Apokalyptiker" sei der Autor keineswegs. Ederer sehe durchaus noch Hoffnung, den finalen Crash Deutschlands abzuwenden, wofür er auch Verbesserungsvorschläge mache. Diese findet Habermann auch durchweg überzeugend und betont, dass der Autor dabei in seiner Argumentation stark von seinen Kenntnissen anderer Länder (besonders der USA und Japan) profitiert.
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