Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Illustrationen von Nina Pagalies. Aus dem Amerikanischen von Klaus Schmirler. "Sachen Machen" ist ein Buch von ABCs und Geburtstagen, denn alle Namen beginnen mit einem Buchstaben, und alle müssen einen Geburtstag haben.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.09.2002
Auch wenn es so aussieht oder sich so anhört, ein Buch für Kinder hat Gertrude Stein nicht geschrieben, jedenfalls nicht wirklich. Ursula Sinnreich meint, "Sachen machen" habe vielmehr mit den Bewusstwerdungsprozessen der Kindheit zu tun. So wie Kinder im Spiel Regeln erprobten, neue aufstellten und wieder verstießen, so unterwandere auch Stein die Konventionen des Spracherwerbs und der Sprachanwendung. Wer Gertrude Steins "ABC" lese, meint Sinnreich, der bekäme eine Ahnung davon, was es heißen könnte, einen unverstellten Blick auf das System Sprache zu haben. Man erfährt in diesem Kinderbuch für Erwachsene , wie viele Leben ein Buchstabe hat und wie oft im Jahr er Geburtstag feiert. Denn jede Geschichte kreist um den Tag der Geburt. Aber nicht nur die Erzählfiguren - da gibt es zum Beispiel "Only", der sich besonders lang machen muss, damit er sich von Orlanda und Olga unterscheidet - , sondern auch die Erzählfigurationen hätten bei Gertrude Stein Geburtstag, verrät uns Sinnreich und überlässt es willigen Lesern, herauszufinden, wer wer ist.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.02.2001
Sabine Peters betont insbesondere den Spielcharakter dieses "schön gemachten" Buches, das sich, wie sie findet, gut ins Werk Gertrude Steins fügt, obgleich der für die Autorin so typische "ermüdende Geniekult um die eigene Person" fehlt. "Spiel" indessen meint für die Rezensentin in diesem Fall den Versuch, mit Sprache "reine Oberflächen" aufzubauen, von einer Idee zur nächsten zu springen, und so die Lachlust des Lesers zu befördern. Dem Übersetzer, der sich fürs "Nachdichten" entschieden habe, spricht Peters ihre Bewunderung aus: "man bewegt sich beim Lesen im Rhythmus von Gertrude Stein".
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








