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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Kressmann Taylor

Adressat unbekannt

Roman

Cover: Adressat unbekannt

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2000
ISBN-10 3455076742
ISBN-13 9783455076745
Gebunden, 69 Seiten, 10,23 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Dorothee Böhm. Das Buch sammelt die Briefe zweier Freunde ? Max Eisenstein in San Francisco und Martin Schulse in München ? im Zeitraum November 1932 bis März 1934. Martin ist erst kürzlich von Kalifornien wieder in seine Heimat Deutschland zurückgekehrt. Die Freunde haben in den USA gemeinsam eine Kunstgalerie geführt, nun kümmert sich Max allein um das Geschäft. Die beiden teilen ein Geheimnis: Martin hatte eine leidenschaftliche Beziehung zu Max` Schwester Griselle, die er aus vermeintlicher Rücksicht auf seine Familie beendet hat. Im Laufe weniger Monate und Briefe ist Martin nicht mehr wiederzuerkennen: Er ist in die NSDAP eingetreten und verbittet sich jeden Kontakt mit seinem jüdischen Freund. Max verzweifelt, er kann diesen Wandel nicht verstehen. Trotzdem wendet er sich nochmals an Martin, als er vor Sorge um seine inzwischen in Berlin lebende Schwester fast verrückt wird. Einen Brief an sie bekommt er mit dem Vermerk "Adressat unbekannt" retourniert. Inständig bittet er seinen alten Freund, Griselle zu suchen und sie zu beschützen. Er erhält eine erschütternde, nüchterne Antwort: Griselle war von sich aus nach München geflüchtet, doch Martin verweigerte ihr seinen Schutz ? mehr noch: Er lieferte sie förmlich der SA aus. Max rächt sich...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.01.2001

Auch heute noch "bewegend" findet Ingrid Müller-Münch das "Büchlein" von Kressmann Taylor. Aber genauso wie in diesem Buch der "Adressat unbekannt" ist, bleibt auch das inhaltlich formale Urteil der Rezensentin jenseits bewegter Gemütslage unbekannt. Da mag zwar von "Faszination" die Rede sein, wenn die Rezensentin den Plot wiedergibt. Diese "Faszination" scheint sich jedoch eher im Rahmen jenes despektierlichen Diminutivs "Büchlein" zu bewegen, mit dem die Rezensentin das Werk betitelt. Zu Begeisterung wächst sie sich jedenfalls nicht aus.

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