Ein banaler Vorgang, den jeder kennt: Paul Schrimm ist das Opfer, Straßen, Gassen und Terrassen sind die Tatorte und der Täter lauert überall. Norman Junges Dramaturgie ist raffiniert, seine Ausschnitte und Draufsichten verraten den Filmprofi. Sein Thema ist oft das Absurde, seine Figuren haben etwas Verlorenes und Melancholisches. Das macht ihn zu einem idealen Illustrator für Morgenstern, dessen grotesk-komische Einfälle er in verblüffende Bilder umsetzt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 19.10.2000
In ihrer Kurzkritik zeigt sich Susanne Mayer beeindruckt, dass es jemand vermag, etwas so unbeschreib- und malbares wie Rotz aufs Papier zu bringen. Der Illustrator des Morgenstern-Gedichts vom Schnupfen, dem solches wohl gelungen ist, erringt damit ihre uneingeschränkte Hochachtung. Die Rezensentin charakterisiert das Buch als "Kinderbuch ohne Kuschelecke", so kühl seien die Bilder in ihren Blautönen und der "fein schraffierten Düsternis" und bescheinigt dem Zeichner, der mehr als nur ein "lustiges Buch" geschaffen habe, "Klasse".
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