Neuausgabe des Nachdrucks von 1962-66. Mit einem Vorwort von Ulrich Rauff. Subskriptionspreis bis 31.12.2000 für die 4 Bände im Schuber: 198 Mark. Delbrücks »Geschichte der Kriegskunst« ist das umfangreichste Werk zur Geschichte und Organisation der Kriege. Die Zeitspanne reicht von den Perserkriegen bis zu Clausewitz ins beginnende 19. Jahrhundert. Wiewohl im Detail nicht unwidersprochen, reiht sich Delbrück doch in die Reihe der großen deutschen Historiker des 19. Jahrhunderts ein: Gregorovius, Mommsen, von Ranke und Burckhardt. Delbrück beendete ein für alle Mal die Ansicht, dass Kriege nur von Feldherren geführt wurden. Er stellte vielmehr die Organisation der Heere, die sich im Laufe der Jahrhunderte verändernde Taktik in den Vordergrund und verankerte diese Veränderungen in der politischen Geschichte. Gleichzeitig breitete er ein lebendiges Panorama der Gesellschaftsgruppen und des jeweiligen kulturellen Umfelds vor dem Leser aus.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.03.2001
In der Besprechung der Neuauflage des militärgeschichtlichen Klassikers von Hans Delbrück erinnert der Rezensent Wolfgang Sofsky an die eigentliche Leistung dieses Buches. Delbrück sei es darum gegangen, die Taktik der Kriegsführung in Zusammenhang mit den Sozialstrukturen der kriegsführenden Parteien zu bringen. Ein "Programm", das bis heute nach Meinung des Rezensenten im Rahmen der Militärgeschichtsschreibung einzigartig ist. Die "solide" Arbeit des Herausgebers Ulrich Raulff, der zudem für seine Einleitung vom Rezensenten ausdrücklich gelobt wird, machen das Buch somit für den Rezensenten zu einer lohnenswerten Lektüre.
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