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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Stefan Weidner (Hrsg.)

Die Farbe der Ferne

Moderne arabische Lyrik

Cover: Die Farbe der Ferne

C. H. Beck Verlag, München 2000
ISBN-10 3406458602
ISBN-13 9783406458606
Gebunden, 296 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Herausgegeben und übersetzt von Stefan Weidner. Die zeitgenössische arabische Lyrik zeigt viele verschiedene Facetten. Vor dem Hintergrund einer eineinhalb Jahrtausende alten literarischen Tradition hat die arabische Lyrik in den vergangenen fünfzig Jahren eine bemerkenswerte Formenvielfalt und Lebendigkeit entwickelt. Gedichte, die sich mit alltäglichen Problemen auseinandersetzen, finden sich in dieser Anthologie ebenso wie surrealistische Feuerwerke aus Bildern und Metaphern; Hymnen stehen neben Kurzgedichten, politisch motivierte Texte neben mythisch gestimmten Poemen. In dem Band kommt die junge Autorengeneration zu Wort wie auch die Klassiker der Moderne - berücksichtigt wurden außerdem die bedeutendsten frankophonen Dichter arabischer Herkunft, die eine Brücke zur europäischen Lyrik schlagen - insgesamt 56 Lyrikerinnen und Lyrikern aus der gesamten arabischen Welt werden vorgestellt. Ein ausführliches Nachwort, Kurzbiographien zu den Autoren, Sacherklärungen und weiterführende Literaturhinweise runden das Werk ab.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Die Farbe der Ferne - Info und Inhaltsverzeichnis bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 15.02.2001

Die Leistung, die Stefan Weidner mit der Herausgabe und Übersetzung von Gedichten aus dem arabischen Kulturkreis vollbracht hat, kann der Laie nur schwer nachvollziehen. Dieser Ansicht des Rezensenten Rolf-Bernhard Essig möchte man sich nach der Lektüre seines informativen Kommentars zu dieser Neuerscheinung spontan anschließen. 56 Dichter des 20. Jahrhunderts aus den verschiedensten arabischen Ländern werden vorgestellt, hier seien alle übersetzbaren Strömungen moderner arabischer Poesie vertreten, lobt Essig. Aus dem "lehrreichen" Nachwort Stefan Weidners erfahre man, dass sich die Sprache des Korans seit 1500 Jahren kaum verändert, die arabische Lyrik jedoch in den 50er Jahren eine "geradezu stürmische Entwicklung" gemacht hat. Dank dieser Informationen und der "anschmiegenden poetischen" Übersetzung, ebenso wie durch die inhaltliche Vielschichtigkeit vom politisch motivierten Gedicht bis hin zum Liebeslied, ist dieser Gedichtband für den Rezensenten "eine Quelle der Inspiration, des Vergnügens und des Wissens".

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.10.2000

Nicht so ganz entscheiden kann sich der Rezensent Ludwig Ammann: zunächst schimpft er auf eine Anthologie internationaler Poesie (Luftfracht, 1991 herausgegeben von Hans Hartung), dass sie keine arabische Lyrik enthalten habe. Dann wiederum schreibt er, wie wenig die Gedichte arabischer Dichter bis 1980 ungefähr "die Mühe" lohnen. Eigentlich aber will er diese Anthologie preisen für das, was sie an Überraschungen birgt, nämlich Gedichte von Dichtern wie den Ägypter Salah Abdassur, der endlich die blumig-prahlerische Traditionslyrik aufgibt und die Prosa des Alltags, "die Größe des Geringen" findet. Ebenso lobens- und entdeckenswert ist für ihn Unsi al-Hadj, der das Pompöse von Adonis und seinen Adepten parodiert, oder Shauqi Abi Shaqra, der mit der "Komik des Absurden" spielt. Etwa fünfzig Dichter und Dichterinnen sind hier versammelt, schreibt Ammann, und der Arabist Stefan Weidner, der ebenso als Übersetzer fungiert, hat auch Beispiele frankophoner arabischer Lyrik aufgenommen, was der Rezensent ausdrücklich begrüßt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren