Aus dem Amerikanischen von Michael Kellner. 1895 nahm Joshua Slocum ein für damalige Verhältnisse unerhörtes Unterfangen in Angriff: Er segelte mit einem kleinen Boot, allein und ohne Mannschaft, um die Welt. Als er nach mehr als drei Jahren zurückkehrte, hatte er die Idee des Reisens revolutioniert. Dienten Unternehmungen solcher Art bis dahin immer "höheren" Zwecken wie Handel oder Entdeckungen, so hatte Joshua Slocum eine Reise um des Reisens willen unternommen und damit dem Unterwegssein eine völlig neue Dimension eröffnet. Und es verging ein Vierteljahrhundert, bevor wieder jemandem eine Einhandweltumseglung gelingen sollte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.08.2011
Kein Seemannsgarn wie so häufig in der Literatur über den ersten Weltumsegler Joshua Slocum, sondern eine Biografie mit Gespür für die seemännischen, schiffsbaulichen, sozial- und handelsgeschichtlichen Zusammenhänge und die familiären Verhältnisse um den Seebären Slocum bekommt Stephan Opitz mit diesem Buch. So klug ihm die Prosa des Autors Geoffrey Wolff in analytischer Hinsicht erscheint, die Sehnsucht des Abenteurers, der Slocum war, scheint sich ihm beim Lesen dennoch zu vermitteln.
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