Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Glyn Williams

Der letzte Pirat der britischen Krone

Captain Anson und der Fluch des Meeres

Cover: Der letzte Pirat der britischen Krone

Argon Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3870245212
ISBN-13 9783870245214
Gebunden, 290 Seiten, 24,54 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Angelus Johansen. London, 1740: Captain Anson bricht mit sechs Schiffen und 1800 Männern auf, um die Welt zu umsegeln und von den Spaniern den silberschatz der Inkas zu rauben. Vier Jahre später: Anson kehrt mit nur einem einzigen Schiff zurück...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.09.2000

Mit der "unaufgeregten, lockeren Sachlichkeit, die englische Fachliteratur oft so angenehm lesbar macht", so Uwe Schildmeier, hat der Londoner Geschichtsprofessor dieses Buch über Captain Anson und seine Kaperfahrt auf die spanische "Acapulco-Galeone" geschrieben. Ein Krieg gegen die Spanier um einen Anteil an den großen überseeischen Besitzungen von Lateinamerika bis zu den Philippinen war kläglich gescheitert, als der spätere Seeheld Anson aufbrach, wenigsten ein paar "dicke Rosinen" aus dem Kolonialkuichen der Spanier herauszupicken. Seine Seereise wurde zum Desaster - von sechs Schiffen verlor er fünf durch Stürme, Schiffbruch und Meuterei, Hunderte Seeleute starben an Skorbut und anderen Krankheiten. Als er jedoch das "spanische Schatzschiff" aufbrachte und mit der ungeheuren Beute peruanischen Silbers heimkehrte, wurde er im Triumphzug durch London geführt. Später widmete er sich der "Beseitigung der zahlreichen Missstände" der Schifffahrt, schreibt Schildmeier, und wurde zum "verklärten Idealbild des britischen Seeoffiziers". Als Mensch bleibt er sowohl in der Geschichte als auch im Buch "unplastisch", was aber, so der Rezensent, immer noch besser ist als ein nur aus "Mutmaßungen" zusammengebasteltes "Psychogramm".

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.05.2000

In seiner kurzen Rezension hebt Ralf-Peter Märtin besonders Williams Fähigkeit hervor, das "alltägliche Leben und Sterben bei einer Weltumseglung" im 18. Jahrhundert eindrucksvoll zu schildern. Neben den militärischen und politischen Hintergründen, die der Autor aus englischen und spanischen Quellen herausgearbeitet habe, liege hier die "eigentliche Stärke" Williams.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren