Die Autorinnen machen mit den Aufgaben in einer Stieffamilie vertraut und warnen vor typischen Fallen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.10.2000
Wer hätte das gedacht. Die böse Stiefmutter von Schneewittchen taucht erst in der zweiten Fassung der Gebrüder Grimm auf. Im Urtext von 1812 macht die leibliche Mutter dem Kind das Leben zur Hölle. Das passte aber schon sieben Jahre später nicht mehr zum "Mutterschaftsmythos". Und deswegen machten die Grimms in der zweiten und bekannten Fassung die Mutter zur bösen und lieblosen Stiefmutter. Dem Rezensenten mit dem Kürzel "ipr" gefallen die soziokulturellen Betrachtungen der drei Familientherapeutinnen. Mit ihrem Buch plädierten sie gegen tradierte Vorurteile und für ein glückliches Zusammenleben der heute weit verbreiteten "Patchwork-Familien". Nützlich findet er außerdem den Anhang des Ratgebers mit weiterführender Literatur, sowie Adressen von Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…