Herausgegeben von Nils Fiebig und Friederike Waldmann. Der Germanist Richard M. Meyer (1860-1914) zählte zur Schule des Begründers der positivistischen Literaturwissenschaft Wilhelm Scherer. Als Sohn eines Berliner Bankiers errichtete er 1910 zu Ehren seines Lehrers die Wilhelm Scherer Stiftung, die Arbeiten auf dem Gebiet der deutschen Philologie auszeichnete. In Erinnerung an das gesellschaftliche Engagement Richard M. Meyers vergibt die Stiftung des von seinem Großvater gegründeten Bankhauses Wölbern & Co. den Scherer-Preis neu. Aus Anlass der ersten Preisverleihung durch die Humboldt Universität zu Berlin im Frühjahr 2010 dokumentiert dieser Band die vielfältigen Interessen Meyers in Beiträgen, Archivdokumenten und Selbstzeugnissen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.05.2011
Hans-Jürgen Schings findet nichts dabei, wenn mit dieser Monografie über den germanistischen Hansdampf Richard M. Meyer gleich ein bisschen Eigenwerbung gemacht wird für das Bankhaus Wölbern & Co, Nachfolger der Meyerschen Bank, wie Meyer selbst (der George und Ricarda Huch sponsorte) auch mäzenatisch unterwegs und nebenbei quasi Herausgeber des Bandes. In der Hauptsache, so Schings, geht es ja um ein Intellektuellenleben, ein glänzendes, dargestellt in instruktiven Essays. Am besten gefällt dem Rezensenten allerdings, wenn Meyer selbst zu Wort kommt, für Schings schriftstellerische Eleganz in Reinform.
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