Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.02.2012, 15.59 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Alex Capus

Leon und Louise

Roman

Cover: Leon und Louise

Carl Hanser Verlag, München 2011
ISBN-10 3446236309
ISBN-13 9783446236301
Gebunden, 320 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Leon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Leon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Metro wiederbegegnen. Alex Capus erzählt von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt. Die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Alex Capus: "Leon und Luise" - Leseprobe bei Hanser

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.09.2011

Mehr als eine Liebesgeschichte hat Kristina Maidt-Zinke da gelesen. Nichts Geringeres als eine gelungene Ergänzung ihres Bildes der Jahre 1940 bis 1945 im besetzten Paris vermag Alex Capus mit seinem Roman der Rezensentin zu schenken. Dabei kommt das unter den Flaggen von Krieg, Liebe und Familienchronik segelnde Buch als rückwärtsgewandte Utopie daher und rauscht hin und wieder nur knapp an den Kitschklippen vorbei, meint Maidt-Zinke. Wie sich zwei finden, in den Wirren des Krieges verlieren, um sich wieder zu finden, sieht sie, vermittelt durch des Autors leichte Hand, bei aller Unwahrscheinlichkeit doch als glaubwürdige Geschichte an, die sofern sie nicht wahr, doch sehr gut erfunden ist.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.03.2011

Von Alex Capus' neuem Roman "Leon und Louise" fühlt sich Rezensent Daland Segler ein wenig an "Jules und Jim" erinnert. Allerdings, so Segler, handele es sich hier weniger um die tragische Romantik eines Boheme-Paares und schon gar nicht um eine menage a trois, als vielmehr um die herzergreifende Liebesgeschichte zweier Angestellter in den Wirren des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Mit Erinnerungen an die Lebensgeschichte seines Großvaters beschreibt Capus das Schicksal seines Protagonisten Leon, der siebzehnjährig seine große Liebe kennenlernt, um während eines Fliegerangriffes schon bald wieder von ihr getrennt zu werden. Vor den Ereignissen des bewegten 20. Jahrhunderts erzähle der Autor mit "leiser Eleganz", aber auch wie sich der inzwischen verheiratete Leon nach dem Krieg auf die Suche nach der einstigen Liebe begebe. Etwas bedauerlich findet der Rezensent, dass Capus diese schöne Liebesgeschichte nach dem Krieg in großen Zeitabständen erzähle. Das Ende allerdings - für Segler eines der schönsten Roman-Enden der neueren Literaturgeschichte - lässt ihn dieses "seltsame Ungleichgewicht" schnell vergessen.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2011

Rezensentin Rose-Marie Gropp ist beglückt von diesem Roman, der scheinbar nebenbei, aber vielleicht doch ganz wesentlich, eine Impression des besetzten Paris und Frankreichs zwischen Erstem und Zweiten Weltkrieg bietet. Gropp erzählt viel nach in ihrer Kritik, ein deutliches Zeichen, dass der Roman sie mitgerissen hat. Aber sie spricht auch über Roland Barthes und Andre Zuccas Fotoband "Les Parisiens sous l'Occupation" und umreißt damit die Atmosphäre, in die dieser Roman sie getaucht hat: ein Buch über Frankreich, Liebe, Treue, Familie und die Wirren des Krieges.

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Archiv: Bücherschauen

Mit offenem Visier

22.02.2012: So spannend und lehrreich wie Siddharta Mukherjees Buch "Der König aller Krankheiten" wünscht sich die FAZ Medizingeschichte. Die FR liest bei Antonio Lobo Antunes nach, wie sich auch bei ihm eine igelige Frucht einnistete. Ganz schön perplex ist die taz nach Lektüre von Dietmar Daths und Barbara Kirchners Manifest "Der Implex". Mehr lesen

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20.02.2012: Friedrich Christian Delius erzählt in seinen biografischen Skizzen "Als die Bücher noch geholfen haben" auch ein Stück Literaturgeschichte der Bundesrepublik, von Treffen mit Kollegen in Ostberlin, wie Bücher durch die Mauer geschmuggelt wurden, von den Grabenkämpfen der Linken und seiner Arbeit als Lektor. Lesen Sie hier, warum F.C. Delius kein Kritiker wurde und warum er 1966 in Princeton schwieg. Mehr lesen

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16.02.2012: Joachim Kalka sinniert über das Leben und seine unwiderstehlichen Seiten, etwa den Dialog: "Wir möchten Brautbilder haben ... - Wie viel? - Ein halbes Dutzend bitte. - Soviel wern ma gar net ham (Nimmt Bilder und zeigt sie her). - Von uns wollen wir doch Bilder haben, das sind wir ja gar nicht. - A so, von eahna wollens welche ham, ja de müssten aber extra angefertigt werden ... Diese Firmlingsbilder wern sehr gern gekauft - oder soll's was in Uniform sein?..." -  Lesen Sie hier einen Auszug aus "Die Katze, der Regen, das Totenreich". Mehr lesen

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13.02.2012: Gewitzt muss man sein, wenn man in Kriegszeiten nicht nur überleben, sondern auch noch Zigaretten und Klamotten will, wie die jungen Mädchen Ninzo und Zknapi im Debütroman der georgischen Autorin Tamta Melaschwili. Lesen Sie hier den Anfang. Mehr lesen

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