Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Leon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Leon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Metro wiederbegegnen. Alex Capus erzählt von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt. Die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Alex Capus: "Leon und Luise" - Leseprobe bei Hanser
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.09.2011
Mehr als eine Liebesgeschichte hat Kristina Maidt-Zinke da gelesen. Nichts Geringeres als eine gelungene Ergänzung ihres Bildes der Jahre 1940 bis 1945 im besetzten Paris vermag Alex Capus mit seinem Roman der Rezensentin zu schenken. Dabei kommt das unter den Flaggen von Krieg, Liebe und Familienchronik segelnde Buch als rückwärtsgewandte Utopie daher und rauscht hin und wieder nur knapp an den Kitschklippen vorbei, meint Maidt-Zinke. Wie sich zwei finden, in den Wirren des Krieges verlieren, um sich wieder zu finden, sieht sie, vermittelt durch des Autors leichte Hand, bei aller Unwahrscheinlichkeit doch als glaubwürdige Geschichte an, die sofern sie nicht wahr, doch sehr gut erfunden ist.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.03.2011
Von Alex Capus' neuem Roman "Leon und Louise" fühlt sich Rezensent Daland Segler ein wenig an "Jules und Jim" erinnert. Allerdings, so Segler, handele es sich hier weniger um die tragische Romantik eines Boheme-Paares und schon gar nicht um eine menage a trois, als vielmehr um die herzergreifende Liebesgeschichte zweier Angestellter in den Wirren des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Mit Erinnerungen an die Lebensgeschichte seines Großvaters beschreibt Capus das Schicksal seines Protagonisten Leon, der siebzehnjährig seine große Liebe kennenlernt, um während eines Fliegerangriffes schon bald wieder von ihr getrennt zu werden. Vor den Ereignissen des bewegten 20. Jahrhunderts erzähle der Autor mit "leiser Eleganz", aber auch wie sich der inzwischen verheiratete Leon nach dem Krieg auf die Suche nach der einstigen Liebe begebe. Etwas bedauerlich findet der Rezensent, dass Capus diese schöne Liebesgeschichte nach dem Krieg in großen Zeitabständen erzähle. Das Ende allerdings - für Segler eines der schönsten Roman-Enden der neueren Literaturgeschichte - lässt ihn dieses "seltsame Ungleichgewicht" schnell vergessen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2011
Rezensentin Rose-Marie Gropp ist beglückt von diesem Roman, der scheinbar nebenbei, aber vielleicht doch ganz wesentlich, eine Impression des besetzten Paris und Frankreichs zwischen Erstem und Zweiten Weltkrieg bietet. Gropp erzählt viel nach in ihrer Kritik, ein deutliches Zeichen, dass der Roman sie mitgerissen hat. Aber sie spricht auch über Roland Barthes und Andre Zuccas Fotoband "Les Parisiens sous l'Occupation" und umreißt damit die Atmosphäre, in die dieser Roman sie getaucht hat: ein Buch über Frankreich, Liebe, Treue, Familie und die Wirren des Krieges.
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