Herausgegeben von Andreas Heusler, Mark Spoerer und Helmuth Trischler. Die Wirtschaft des 'Dritten Reichs' war zu weiten Teilen ausgerichtet auf Rüstung und Kriegsführung. Aufrechterhalten werden konnte das System der Kriegswirtschaft nur durch den massiven Einsatz von Zwangsarbeitern und eine weitreichende Umsteuerung industrieller Ressourcen. Im Rahmen des Projektes Gemeinsames Erinnern luden die MTU Aero Engines und die BMW Group im März 2007 zu einem Symposium, um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Themenkomplex vorzustellen und zu diskutieren. Die Autoren des Bandes befassen sich mit der Rüstung in der deutschen Luftfahrt- und Elektroindustrie, der Zwangsarbeit und ihren vielen Gesichtern. Ein kursorischer Ausblick widmet sich der Erinnerungskultur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2010
Hans-Erich Volkmann begrüßt diesen Band über Wirtschaftseliten und Zwangsarbeit im "Dritten Reich", der - nach Jahrzehnten verschlossener Türen - auf eine Initiative von MTU, Aero Engines und der BMW Group zurückgeht. Den vorliegenden Tagungsband liest er als "Zwischenbilanz", die seines Erachtens verdeutlicht, dass die Geschichte der Zwangsarbeit im "Dritten Reich" erst noch zu schreiben ist. Gleichwohl bietet das Werk für ihn einige Erkenntnisse über die Kooperation der NS-Politik und der privaten Wirtschaft im Blick auf die Zwangsarbeit. Die Beiträge zeigen in seinen Augen Unterschiede im Umgang mit den Zwangsarbeitern bei verschiedenen Unternehmen auf, vor allem, dass Spielräume, die Zwangsarbeiter besser zu behandeln, allzu selten genutzt wurden. Der Band nährt bei ihm nicht zuletzt die Erwartung, dass nun auch andere Unternehmen ihre Archive öffnen.
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