Nathan Rosenau, Nike Heitmann und Paul Christiansen leben 1938 im Hamburger Grindelviertel, im Volksmund auch "Klein Jerusalem" genannt. Die drei Freunde nennen sich die "Schwarze Hand". Dass Nathan Jude ist, spielt für sie keine Rolle. Doch dann häufen sich die Angriffe auf Nathan und seine Familie. Und plötzlich kommt Paul als Hitlerjunge uniformiert in die Schule. Jetzt halten nur noch Nathan und Nike zusammen. Immer enger. Immer liebevoller. Als 1941 die Familie Rosenau den Befehl zur Deportation nach Polen erhält, näht Nike sich einen gelben Stern auf den Mantel, fälscht ihren Ausweis und mischt sich unter die zum Abtransport versammelten Juden schließlich gehört sie zu Nathan - auf immer und ewig ...
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 18.11.2010
Dieses Jugendbuch aus dem Milieu des Hamburger Grindelviertels ist aus Sicht von Rezensentin Katrin Hörnlein ein gelungenes Beispiel, wie man das Thema Holocaust und Judenverfolgung auch heute noch spannend vermitteln kann. Anhand einer Clique Jugendlicher werde von der schleichenden Entrechtung der Juden einerseits und der Ideologisierung eines nichtjüdischen Jungen andererseits erzählt. Auch heutige Jugendliche verstehen, was es bedeutet, wenn ein Freund plötzlich der "falschen Gruppe" angehört, meint Hörnlein.
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