Aus dem Amerikanischen von Chris Hirte. Mit großem Tatendrang hat sich der US-Drogenfahnder Art Keller daran gemacht, in die Strukturen der mexikanischen Drogenmafia einzudringen mit Erfolg. So viel Erfolg, dass die Drogendepots reihenweise auffliegen und die Narcotraficantes die Jagd auf ihn eröffnen. Nachdem sein Mitarbeiter von den Gangstern zu Tode gefoltert wurde, schwört Art Keller Rache und startet einen gnadenlosen, blutigen Feldzug gegen die Drogenbarone. Zu spät bemerkt er, dass er sich damit neue Feinde macht und die sitzen in Washington.
Im Perlentaucher:
La Muerte, Die Knochige, Die Magere
Seine Hauptfiguren sind zwar etwas grob geschnitzt, aber in der Schilderung des mexikanischen Drogenkriegs ist Don Winslows Thriller "Tage der Toten" präziser und wahrhaftiger als eine ganze Jahresproduktion deutscher Regionalkrimis... Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.11.2010
In höchsten Tönen schwärmt Rezensent Ulrich Noller zunächst von diesem Thriller Don Winslows, der im Breitwandformat vom zwanzigjährigen Drogenkrieg an der Grenze zwischen Mexiko und den USA erzählt. Eine sehr ausführlich Besprechung widmet Noller diesem Roman im Zeit-Krimispezial und spart nicht an emphatischen Attributen. Auf fünf Hauptfiguren sieht er sieht Noller das Geschehen fokussiert, anhand deren Schicksal vom Aufstieg und Niedergang eines Kartells erzählt wird. "Literarisch brillant" findet Noller dies umgesetzt, und er hat auch gelernt, wie politisch fatal der Kampf gegen den Drogenhandel geführt wird. Allerdings fragt Noller etwas bang, nachdem er sich 700 Seiten lang hat fesseln lassen, ob er das eigentlich durfte, sich so amüsieren. Oder macht hier ein gewiefter und kühl kalkulierender Autor Kasse mit der Gewalt?
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 06.10.2010
Rezensentin Brigitte Werneburg ist begeistert von diesem epochalen, etwa drei Jahrzehnte umspannenden Roman über den mexikanischen Drogenkrieg. Autor Don Winslow hat ihrer Meinung nach nicht weniger als ein "literarisches Wunder" geschaffen. Werneburg nennt die Erzählung einen "abenteuerlicher Raftingtrip in fünf Akten", weil die Geschichte von "dramatischen Wirbeln und Stromschnellen" durchzogen ist. Gleichzeitig wird sie von reichlich Zeitgeschichte grundiert. Zudem gefallen der Rezensentin die Dialoge, sie sind ihrer Meinung nach "knapp" und trotzdem "treffsicher".
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