In den 1970er Jahren vollzog sich ein Bruch, der einen neuen Rahmen für die Sozial-, Wirtschafts-, Finanz-und damit auch für die Gesellschaftspolitik setzte und dadurch auch den Status der Politik dauerhaft veränderte. Die Bundesrepublik war nicht mehr länger das Land des Wirtschaftswunders. An die Stelle geringer Defizite und Vollbeschäftigung traten rasant steigende Staatsverschuldung und Dauerarbeitslosigkeit. In der Euphorie der Wiedervereinigung entstand noch einmal die Hoffnung auf ein zweites Wirtschaftswunder", die sich jedoch nicht erfüllte. Im Gegenteil wurden die Weichen so gestellt, dass die öffentlichen Haushalte und der Arbeitsmarkt vor zuvor nicht gekannte Herausforderungen gestellt wurden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2010
Ohne Begeisterung folgt Andreas Rödder dem Autor und seiner Dissertation, dem "weiten Bogen" von der sozial-liberalen Koalition bis zum Exitus der Regierung Kohl, zum Ende des Wirtschaftswunders. Den liberalen Blick fest auf die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik gerichtet, und hier der erste Kritikpunkt des Rezensenten, stützt sich der Autor ausschließlich auf die Berichterstattung von Spiegel und Co.,einiger Tageszeitungen sowie auf den Sachverständigenrat und die Deutsche Bank. Außer Gemeinplätzen kommt für Rödder auf die Art nichts ans Licht. Methodisch und theoretisch entdeckt er ebenfalls nichts, was ihn bewegt, dafür stößt er allenthalben auf Schreibfehler. Zusammen mit ein paar treffenden Beobachtungen ist das dem Rezensenten wohl zu wenig.
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