Dieser Roman erzählt die Geschichte eines betörend-rätselhaften jungen Mannes, der Menschen anzuziehen weiß und sie mit Geschick an sich bindet. Maroun, halb Asiate und halb Europäer, verfolgt ein nicht zu erkennendes Ziel. Was treibt ihn, welche Kräfte stehen hinter ihm, fragt sich Fabian, der Ich-Erzähler, immer öfter. Lange findet er nicht heruas, dass Maroun dem Härtetest einer fernöstlichen Organisation unterworfen wurde, die spirituelle und wirtschaftliche Macht verbindet und die in westliche Unternehmen einzudringen sucht. Auch er, Fabian, gerät in Marouns Sog. Maroun hält die Fäden des Bösen in Händen, wandelt sich aber zum Ende. Und so unterliegt, obschon es eben noch zu siegen droht, das Böse.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2001
Der ehemalige deutsche Manager in Südamerika hat seinen zweiten Roman geschrieben und Friedmar Apel lässt anfänglich subtil durchblicken, dass er ihn Panne findet, ehe er im zweiten Teil der Kritik deutlicher wird: Der Roman hält nur zusammen, weil eine düstere Sekte die exotistische und esoterische Folie liefert, die fremdländische Kulisse (auch der Held ist Manager und als solcher kommt er in der Welt herum) erinnert "gelegentlich an Reiseprospekte" oder ist "altväterlich". Trotz diverse Stilblüten nicht ganz schlecht geschrieben, aber im Stil der "exotistischen Kolportage des 19. Jahrhunderts", urteilt kühl der Rezensent.
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