Den Ausgangspunkt der Darstellung bildet der tief greifende ideologische und politische Gegensatz zwischen den USA und der UdSSR. Aus dieser Rivalität resultierten die Gründung zweier deutscher Staaten und ihr jeweiliger Aufbau mitsamt der kontrollierenden Begleitung durch die Siegermächte. Innerhalb dieses Rahmens bewegte sich der Protestantismus, im Osten wie im Westen Deutschlands. Er trug mit Zustimmung, aber auch mit Widerspruch zur Formung der Bundesrepublik wie der DDR bei. Erstmals werden hier sein Einwirken auf die Vorgänge in beiden deutschen Staaten geschildert, sein gemeinsames kirchliches, politisches sowie gesellschaftliches Agieren und schließlich die zunehmende Konzentration auf die Herausforderungen, die sowohl seitens der Bundesrepublik als auch der DDR an ihn gestellt wurden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.09.2010
Martin Greschat hat einen wichtigen Beitrag zur "protestantischen Identitätsfindung in der Gegenwart" geschrieben, findet Rezensentin Dagmar Pöpping. Greschat fasse die Auseinandersetzungen innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland vor dem Hintergrund des Kalten Krieges zusammen. Es ging um die Neuausrichtung der Kirche nach dem Nationalsozialismus und zum Beispiel um die Frage, ob die bevorstehende Westbindung des Staates unterstützt oder verurteilt werden müsse. Greschat bewerte die Anfänge dieser neuen Streitkultur innerhalb des deutschen Protestantismus klar und schnörkellos, lobt die Rezensentin. Sie hätte allerdings zu einem "mutigeren Lektorat" geraten, denn an vielen Stellen wiederhole sich Greschat. Auch ein Sachregister wäre nach Pöppings Meinung für den historisch interessierten Leser sehr nützlich gewesen.
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