Susanne Krones

'Akzente' im Carl Hanser Verlag

Geschichte, Programm und Funktionswandel einer literarischen Zeitschrift 1954-2003. Diss.
Cover: 'Akzente' im Carl Hanser Verlag
Wallstein Verlag, Göttingen 2009
ISBN 9783835305519
Gebunden, 555 Seiten, 49,90 EUR

Klappentext

Mit 33 Abbildungen. Die literarische Zeitschrift "Akzente", seit 1954 im Carl Hanser Verlag, verstand sich von Gründung an als Zeitschrift ohne Programm und als Plattform für die Förderung junger Talente: Hans Magnus Enzensberger debütierte in den "Akzenten", Günter Grass als junger Autor publizierte dort und wurde in der Folge wesentlich von Herausgeber Walter Höllerer gefördert, Ingeborg Bachmann war von der ersten Ausgabe an "Akzente"-Autorin. Die Zeitschrift wurde zum Seismograph literarischer Strömungen von den Emigranten ebenso wie von Vertretern einer "inneren Emigration" über die Gruppe 47 bis zu den Verfechtern radikaler ästhetischer und literaturtheoretischer Positionen. Auch für die Vermittlung ausländischer Literatur in der Bundesrepublik spielte sie eine zentrale Rolle. Die umfassende Studie von Susanne Krones basiert auf den "Akzente"-Korrespondenzen der Herausgeber Walter Höllerer, Hans Bender und Michael Krüger insgesamt annähernd 100.000 Briefe, Strategiepapiere und Protokolle, die zwischen dem Carl Hanser Verlag, der "Akzente"-Redaktion und vielen hundert Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen und internationalen Literatur gewechselt wurden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.05.2010

Nicht nur als umfassende Chronik einer der einflussreichsten Literaturzeitschriften, sondern als erhellenden Einblick in ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte preist Walter Hinck Susanne Krones Geschichte von "Akzente". Die Studie stellt die preisgekrönte Doktorarbeit Krones dar und auf keinen Fall sollte man sich von den darin unumgänglichen Begriffs- und Theorieklärungen irritieren lassen, betont der Rezensent. Denn Krones bietet ein weitgefasstes Panorama der Geschichte und Funktion der "Akzente", anhand derer sich Verlagsgeschichte, Literaturgeschichte und Geschichte der Bundesrepublik exemplarisch ablesen lasse, verspricht Hinck. Trotz akribischer Archivrecherche liest sich dieses Buch auch kein bisschen trocken, die Autorin weiß Querverbindungen zu ziehen und in Exkursen Relevantes aus dem literarischen Umfeld der Zeitschrift einzubinden, lobt der begeisterte Rezensent.

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