Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Werner Riegel, Klaus Rainer Röhl, Peter Rühmkorf

Zwischen den Kriegen

Werner Riegel, Klaus Rainer Röhl und Peter Rühmkorf, Briefwechsel mit Kurt Hiller 1953-1971

Cover: Zwischen den Kriegen

Edition Text und Kritik, München 2009
ISBN-10 3883779970
ISBN-13 9783883779973
Gebunden, 428 Seiten, 34,00 EUR

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Klappentext

Die Edition rückt einen bislang kaum beachteten Aspekt deutscher Literaturgeschichte der Nachkriegszeit in den Fokus. Erstmals publiziert werden hier 125 Briefe einer umfangreichen Korrespondenz der damaligen Gegen-Avantgarde Werner Riegel (1925-1956), Klaus Rainer Röhl (geb. 1928) und Peter Rühmkorf (1929-2008) mit dem Impresario des literarischen Expressionismus und prominenten Autor Kurt Hiller (1885-1972) aus den Jahren 1953 bis 1971. Sie führen zu den Wurzeln der Studentenbewegung von 1968 und zeigen den Kampf einer kleinen Literaturguerilla, die sich - einen damals für wahrscheinlich gehaltenen Dritten Weltkrieg vor Augen - als Generation zwischen den Kriegen fühlte und mit ihrer hektografierten Zeitschrift "Zwischen den Kriegen - Blätter gegen die Zeit" die Welt verändern wollte. Das ambitionierte Blatt, zu dessen Lesern und Abonnenten große Namen zählten - darunter Alfred Andersch, Gottfried Benn, Heinrich Böll, Alfred Döblin und Hans Henny Jahnn -, nahm mit seiner ungewöhnlichen Kombination aus Lyrik und Politik eine absolute Sonderstellung in der deutschen Nachkriegspublizistik ein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.07.2009

Ein aufschlussreiches Dokument über Radikalismus in der Adenauer-Zeit und die Vorgeschichte der Studentenbewegung erblickt Friedmar Apel in diesem Briefwechsel zwischen Werner Riegel, Peter Rühmkorf, Klaus Rainer Röhl und Kurt Hiller um ihre zwischen 1952 bis 1956 erschienene Zeitschrift "Zwischen den Kriegen". Der von Rüdiger Schütt vorbildlich edierte und kommentierte Briefwechsel handelt seines Erachtens allerdings nur vordergründig von dieser Zeitschrift, die eher den Status eines "literarhistorischen Randphänomens" hat. Vielmehr bringt er für Apel die Komplexität des Verhältnisses von Tradition und Neuanfang in der politischen Kultur der jungen Bundesrepublik zum Ausdruck. Die zahlreichen Streitigkeiten unter den Protagonisten verleihen dem Briefwechsel in Apels Augen eine beinahe "tragikomische" Note. Deutlich wird für ihn darüber auch, "wie trüb, wenn nicht vergiftet, die ideologischen Quellen der Studentenbewegung waren".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren