Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem klassischen Chinesisch von Henrik Jäger. Der chinesische Philosoph Mengzi (lat. Menzius, geb. um 370 v. Chr. , gest. um 290 v. Chr.) gilt als der wichtigste Nachfolger des Konfuzius. Menzius war einer der bedeutendsten "wandernden Philosophen" seiner Zeit, der zu den Fürsten und Königen reiste, um sie zu beraten und ihnen seine Vision von der "menschlichen Regierung" nahezubringen. Menzius geht davon aus, dass die Natur des Menschen ursprünglich gut ist. Da alle Menschen von Natur aus gut sind, haben sie alle die gleiche Würde. Es ist jedoch die Aufgabe der Regierenden, Lebensbedingungen zu schaffen, die genug Wohlstand und Bildung ermöglichen, damit diese Würde auch verwirklicht werden kann. Daraus zieht Menzius als erster Philosoph der Weltgeschichte den revolutionären Schluss, daß ein Herrscher, der durch seine Regierungsweise den Menschen schadet, durch die Untertanen abgesetzt werden dürfe.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2010
Einen der wichtigsten Interpreten des Konfuzianismus auf so kongeniale Art und Weise nahegebracht zu bekommen, lässt Rezensent Mark Siemons sich gern gefallen. Dass Henrik Jäger für sein Menzius-Lesebuch nicht wie üblich einfach Sentenzen wiedergibt, sondern die chinesische Denkbewegung des "gar Lesens" (so oft lesen, bis man verstanden hat) nachvollzieht, hält er für essentiell wichtig für das Verständnis der Texte. Eingebettet in ein Bezugsgeflecht aus zeitgenössischen Kommentaren, den Originaltexten, Erläuterungen und Jägers eigener Deutung, bekommen die vom Herausgeber ausgewählten und übersetzten Zitate für Siemons einen historischen Zusammenhang und ihre spezifische prozesshafte Wahrheit, die auch den Leser einschließt, indem sie ihn zum Weiterdenken anregt, wie der Rezensent betont. Dass Jäger seine eigenen Interpretationen nicht in den sinologischen Forschungszusammenhang stellt, weil er an begrifflichen Einordnungen nicht interessiert ist, birgt laut Siemons zwar Risiken (der Plausibilität, des willkürlichen Zitierens). Den Wert dieser Vorführung einer uns fremden und, wie Siemons findet, unterschätzten Denkbewegung mindert das für ihn aber nicht.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








