Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Louise ist schwanger, eine Überraschung, ein Glück. Doch beinahe gleichzeitig erfährt sie, dass ihre Mutter im Sterben liegt. Die schöne, von allen bewunderte Frau, die man sich hinfällig, hilfsbedürftig kaum vorstellen kann. Die ferne Mutter, die sie als Kind im Stich gelassen hat. Louise möchte ihr gerne nahe sein, für sie sorgen, sich mit ihr zusammen auf das Kind freuen. Und traut sich doch kaum, ihr von der Schwangerschaft zu erzählen. Wird die Mutter sich nicht zurückgesetzt, verraten fühlen? Louise wird sie, als gute Tochter, bis zum Tod begleiten, ihre Launen und Ängste ertragen, den körperlichen Verfall. Und hofft doch noch vieles zu klären aus der verpatzten Kindheit, endlich das Gefühl loszuwerden, nie wirklich wahrgenommen, geliebt worden zu sein. Wie kann man selbst eine gute Mutter werden, wenn die eigene versagt hat? Seine Tochter so lieben, wie man als Kind nie geliebt wurde? Wieso hat man noch als Erwachsene das Gefühl, an allem selbst schuld und als Tochter nie gut genug zu sein?
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2010
Anja Hirsch ruft das Jahrzehnt der Töchterbücher aus. Wie Justine Levy in diesem Buch ihre Beziehung zur sterbenden Mutter als selbtsironische, traurige Chronologie des Abschieds und des Werdens (die Erzählerin ist selber schwanger) inszeniert, hat allerdings Hirschs uneingeschränkten Respekt. Befreit von der eigenen Geschichte, die hier zwar verarbeitet wird, doch weitere, über das Intime hinausgehenden Themen, zum Beispiel den Arzt-Patienten-Diskurs, anstößt, sieht Hirsch die Autorin, lobt aber zugleich die eruptive Kraft des Porträts der Mutter, "fast ein Memorial". In dieser Schwebe zwischen der Distanz der Autorin zum Stoff und der Nähe der Erzählerin zum Drama und auch zum Glück der Mutter-Tochter-Beziehung liegt für die Rezensentin offenbar der Reiz des Buches.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.03.2010
Johannes Willms schreibt den großen Erfolg, den Justine Levy bereits mit den ersten beiden Teilen ihrer Trilogie nicht allein dem unbestrittenen Talent der Autorin zu, sondern auch dem Bekanntheitsgrad der darin vorkommenden Protagonisten. So arbeitet sie in den ersten beiden Romanen ihre Beziehung zum Vater, dem "prominentesten Intellektuellen Frankreichs", Bernhard-Henri Levy, ab und erzählt, wie ihr Mann sie wegen einer anderen Frau verlässt, von der jeder wisse, dass es sich um Carla Bruni handelt, so der Rezensent. Im dritten Roman dieser mitunter erfrischend ironischen "Lebensbeichte" nun beschäftigt sich Levy sowohl mit dem Krebstod der Mutter, wie sie sich auch dem eigenen Mutterwerden zuwendet. Sehr "überzeugend" findet Willms die vielen Fragen und Ambivalenzen um das Muttersein und die Mutter-Tochter-Beziehung angepackt, und er empfiehlt deshalb wärmstens den Roman als hilfreiche Lektüre für Töchter mit einem schwierigen Verhältnis zu ihren Müttern.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








