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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Roger Smith

Blutiges Erwachen

Roman

Cover: Blutiges Erwachen

Tropen Verlag, Stuttgart 2009
ISBN-10 3608502068
ISBN-13 9783608502060
Gebunden, 356 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger und Peter Torberg. Ein höllisch heißer Sommer in Kapstadt. Das amerikanische Ex-Model Roxy und ihr Mann Joe, ein zwielichtiger Waffenhändler, werden überfallen. Joe wird verwundet, und als die schwarzen Gangster mit seinem Wagen verschwunden sind, handelt Roxy kurz entschlossen und erschießt ihren Mann. Die beiden Gangster, die plötzlich unter Mordverdacht stehen, schwören auf Rache. Doch unverhofft findet Roxy einen Beschützer, den farbigen Billy Afrika, der allerdings seine ganz eigenen Ziele verfolgt. Und sie alle haben Piper im Nacken, einen liebesbesessenen Psychopathen, der brutal entschlossen ist, sich das zu holen, was er für sein Eigentum hält... An dem Abend, als sie ausgeraubt wurden, speisten Roxy Palmer und ihr Mann Joe mit einem afrikanischen Kannibalen und seiner ukrainischen Hure.

Gehobene Koks-Klasse

Bei Smith ist Glück ein endliches Gut, wer davon etwas abhaben will, muss es einem anderen wegnehmen. Und am besten besorgt er sich dafür auch eine vernünftige Waffe, sonst überlebt er nicht. Aufstieg und Erfolg verheißen hier kein komfortables und sicheres Leben, sondern allenfalls die besseren Drogen... Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.06.2010

Ein "tarantino-schriller Plot" , der blutige Zweikampf zweier Township-Krieger, ein Zufallsmord, Blut und Sperma sind Tobias Gohlis zufolge der Stoff, aus dem dieser krasse Krimi gemacht ist. Darin werde ein ziemlich drastischer Blick auf das heutige Südafrika geworfen, und zwar mit dem Mitteln der grell überzeichneten Dokumtentation. Allerding werden die "vermutlich auf genaue Beobachtung beruhenden" Schilderungen des drogenzermürbten Alltags aus Sicht des Kritikers durch die allzu starke Fixierung dieses Autors auf Hollywood-Kompatibilität und einige Klischees um einiges an Wucht und Glaubwürdigkeit reduziert.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.06.2010

Als ein " unsagbar grausames, in seiner unverhüllten Drastik schreckliches - und trotz allem mitreißendes Buch" feiert Peter Henning diesen zweiten Roman von Roger Smith. Denn wie es Smith, "dieser große Unerschrockene", in diesem Kapstadt-Thriller verstehe, das "anhaltende Quälen, Vergewaltigen und Abschlachten auf der Dark-City-Seite" der südafrikanischen Metropole in Sprachbilder zu übersetzen, kann der Kritiker nur als "grandios" bezeichnen. Als literarische Methode Smiths beschreibt er "ein scheinbar emotionsloses Konstatieren", das sich jede "vorschnelle moralische Bewertung" untersage und eine "hinter dem Autofenster vorbei fliegende Häuserfassade" mit der gleichen Inbrunst beschreibe wie die Hinrichtung eines Menschen. Dadurch entsteht für den Kritiker ein atemloser Hyperrealismus, der ihn als Leser wie Kritiker fesselt und begeistert.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 09.03.2010

Rezensentin Sylvia Staude schätzt Roger Smith als exzellenten südafrikanischen Krimiautor. Die Welt, in die "Blutiges Erwachen" den Leser führt, scheint ihr kaputt, dunkel, korrupt und gewalttätig. Im Vergleich mit den psychologisch ausgefeilten skandinavischen Krimis geht es in Smith' Kapstadt laut Staude einen Tick härter zu, es wimmelt nur so von Waffenhändlern, Drogenwracks und Killern. Staudes Fazit: ein "Galopp durch eine Hölle, von der das südafrikanische Fremdenverkehrsamt bestimmt nichts wissen will".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren