Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Deon Meyer

Dreizehn Stunden

Roman

Cover: Dreizehn Stunden

Rütten und Loening, Berlin 2009
ISBN-10 3352007799
ISBN-13 9783352007798
Gebunden, 470 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Afrikaans von Stefanie Schäfer. 5 Uhr 37: Ein Telefonanruf reißt Inspector Griessel aus dem Schlaf: Eine junge Amerikanerin ist ermordet aufgefunden worden, eine andere wird durch die Stadt gejagt, und eine berühmte Sängerin hat offenbar ihren Mann erschossen. Und dann ruft auch noch seine Frau an! Sie will ihn treffen und ihm sagen, wie es mit ihnen weitergehen kann. Benny Griessel hat dreizehn Stunden, die Morde aufzuklären - und sein Leben wieder in Ordnung zu bringen...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.06.2010

Sehr aufregend und aufschlussreich findet Tobias Gohlis diesen ungewöhnlichen südafrikanischen Krimi. Dessen Verfasser lobt er als einen weißen, demokratischen und seinen antirassistischen Standpunkt reflektierenden Autor. Im Zentrum des Krimis stehe ein alkoholkranker, abgehalfteter weißer Polizist, der als Mentor ein Team junger schwarzer Kriminalisten unterstützen soll. Denn der Fall, in dessen Folge Meyer den Leser auf eine rasante Hetzjagd durch Kapstadt schickt, fordert Gohlis zufolge mehr Erfahrung und diplomatisches Geschick, als man im ANC oder auf der Polizeischule vermittelt bekomme. In der Reibung des Vertreters des alten mit den Vertretern des neuen Südafrika entsteht für den Kritiker ein ungewohntes Bild dieses Landes.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 09.03.2010

Recht angetan zeigt sich Rezensentin Sylvia Staude von Deon Meyers Kriminalroman "Dreizehn Stunden". Neben Roger Smith zählt sie Meyer zu den besten Krimiautoren Südafrikas. Allerdings scheint ihr Meyers Südafrika nicht ganz so "korrupt und kaputt und unberechenbar" wie jenes, das Smith schildert. Sie hebt bei Meyer die gesellschaftliche Einbettung der Krimihandlung hervor. Überzeugend findet sie insbesondere, wie der Autor von den Spannungen zwischen Südafrikanern unterschiedlicher Hautfarbe und von alten gegenseitigen Verletzungen erzählt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.03.2010

Mit Genugtuung registriert Rezensent Hannes Hintermeier, dass Bennie Griessel, "einer der besten Ermittler am Kap", am Ende zum Kaptein befördert wird. Schließlich musste es Griessel in diesem Band mit  mehreren Morden, korrupten Kollegen, einer Frau auf dem Absprung und dem Teufel Alkohol aufnehmen. Ansonsten ist Hintermeier nicht gänzlich glücklich mit diesem Roman von Deon Meyer geworden, den er immerhin als einen "soliden Porträtisten" schätzt. Doch hier habe das Powerplay der Handlung die Subtilität verdrängt, mit der Meyer bisher Gesellschaft, Landschaft und Atmosphäre gezeichnet habe, bedauert Hintermeier, der als Grund hierfür vermutet, dass der Verlag den Autor zu höherer Produktion angehalten hat.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren