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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Simon Sebag Montefiore

Katharina die Große und Fürst Potemkin

Eine kaiserliche Affäre

Cover: Katharina die Große und Fürst Potemkin

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009
ISBN-10 3100506138
ISBN-13 9783100506139
Gebunden, 790 Seiten, 24,95 EUR

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Klappentext

Mit 24 Bildtafeln. Aus dem Englischen von Bernd Rullkötter und Sabine Baumann. Katharina die Große war eine Frau von berüchtigter Leidenschaft, politischer Brillanz und faszinierendem Charme. Fürst Potemkin - ein gut aussehender Lebemann und äußerst gewandter Politiker - war die Liebe ihres Lebens, heimlicher Gemahl und Mitherrscher. Kein anderer nahm so großen Einfluss auf ihre politischen Entscheidungen wie er. Obgleich es nicht an Differenzen zwischen Katharina und Potemkin mangelte, er Affären mit seinen hübschen Nichten hatte und sie mit ihren Günstlingen, hörten sie nie auf, einander zu lieben.
Simon Sebag Montefiore hat Zugang zu bisher unbekannten und unveröffentlichten Dokumenten gefunden, er hat die intimen Briefe der Kaiserin und des Fürsten gelesen. Nur so konnte er diese faszinierende Geschichte von Liebe und Macht in all ihren Dimensionen ans Licht bringen und Potemkin den zentralen Platz in der russischen Geschichte zuweisen, der ihm zusteht.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.03.2010

Als äußerst unterhaltsame und anregende Lektüre preist Caroline Schnyder das Buch des britischen Historikers und Erfolgsautors Simon Sebag Montefiore über Katharina die Große und ihren Geliebten und Berater Grigori Potemkin. Die Rezensentin streicht heraus, dass es dem Autor mit seinem Buch vor allem darum geht, Potemkin, der an der Seite der russischen Zarin zu großer Macht gelangte und in der Geschichtsschreibung überwiegend negativ gesehen wurde, zu "rehabilitieren". Und so zeichnet der Autor ein Bild von einem geistreichen, witzigen Pragmatiker, der zwar durchaus exzentrische Züge aufweist, aber durchaus kein "Scharlatan" gewesen ist, was Montefiore, wenn man der Rezensentin glauben darf, zu klären besonders am Herzen liegt. Sie hat das Buch ausgesprochen gern gelesen, wie sie bekennt, weil es nicht nur leichtfüßig von der Liebesbeziehung der Zarin zu Potemkin und von der Karriere eines "Emporkömmlings" schreibt, sondern zugleich auch das historische Umfeld des Europas der Aufklärung, dessen Protagonisten sich gern in Russland einfanden, eindrucksvoll beleuchtet.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.02.2010

Als "Meisterwerk" würdigt Rezensent Manfred Schwarz diese Biografie des Fürsten Potemkin, die der englische Historiker und Romancier Simon Sebag Montefiore vorgelegt hat. Ein "Glücksfall" ist das Werk in seinen Augen außerdem, gab es bislang doch kaum eine Lebensbeschreibung dieses legendenumwobenen Mannes, die wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wurde. Zur Freude des Rezensenten ist Montefiores Arbeit nicht nur wissenschaftlich exzellent, sie ist auch großartig geschrieben. Dem Autor gelingt in seinen Augen ein "mitreißendes, farbenprächtiges, überaus reich facettiertes Bildnis" des Aufsteigers, Eroberers, Machtmenschen, Lüstlings und Liebhabers der Zarin zu zeichnen. Auch wenn das Werk, anders als der deutsche Titel "Katharina die Große und Fürst Potemkin" nahe legt, primär ein Porträt des Fürst Potemkin ist, findet Schwarz darin viel über die Epoche, das Umfeld, die Beziehung zur Zarin. Ja, das Buch hat seine Kenntnis des 18. Jahrhunderts "erheblich" bereichert. Er hebt hervor, dass Montefiore nicht nur intensiv bekannte und unbekannte Quellen ausgewertet, sondern auch die Schauplätze von Potemkins Lebens aufgesucht hat. Mit hohem Lob bedenkt Schwarz die Qualitäten des Autors als Chronist und Erzähler, der eine Fülle von Material ausbreitet und dabei der opulenten Persönlichkeit stets gerecht wird. Das Fazit des Rezensenten: ein "die Sinne betörendes Buch".

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Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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