Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Frank Heibert. Der Winter ist lähmend grau und eisig. Ein einsamer Wolf streift mit letzter Kraft durch den Wald auf der Suche nach Beute, er ist ausgehungert und geschwächt, seit Tagen unterwegs. Der Schnee knirscht unter den Pfoten, der Atem stockt. Er ist das Raubtier, die Gesetze der Natur sind auf seiner Seite, aber Furcht macht sich bedrohlich breit in seinen Gedanken. Er erinnert sich an gerissene Tiere, hilflose Opfer und an den bitteren Geschmack ihres Blutes auf den Lefzen. Er merkt, seine unbestrittene Übermacht ist jetzt in Gefahr - und mit ihr sein Selbstverständnis: Das Ende lauert überall.
Er trifft auf einen Fuchs, ein Raubtier wie er selbst, auch dieser gezeichnet von Hunger. Der Wolf weiß, er sollte den Konkurrenten töten, aber zum ersten Mal zögert er. Er folgt dem Fuchs, und eine bislang unbegangene Fährte führt ihn hinaus aus der Sicherheit des bekannten Waldes. Er wird schwer verletzt, und es gibt kein Zurück. Während seines letzten Kampfes muss der Wolf erkennen, was für ihn lange unvorstellbar war: Auch für ihn, zeit seines Lebens allen überlegen, ist die größte Herausforderung der gnadenlose Lauf der Natur.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Joseph Karol Smith: "Der Wolf" - Leseprobe beim Berlin Verlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2010
Knapp aber insgesamt durchaus beeindruckt widmet sich Margret Fetzer Joseph Karol Smiths literarischem Debüt. Der englische Autor fühlt sich in seiner Novelle in einen einsamen, hungrigen Wolf ein, der kurz vor seinem Tod steht, und die Rezensentin findet, dass Smith dies erstaunlich gut und in faszinierender Unmittelbarkeit gelingt. Die schwarzweißen Illustrationen tun, wie sie lobt, ihr Übriges, um die Leserfantasie anzuregen. Nur die Fabelanklänge zum Schluss hätte sich der Autor ihres Erachtens lieber sparen sollen, davon abgesehen spricht sie für diesen Band eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.01.2010
Zwiespältig bespricht Burkhard Müller das Erstlingswerk des englischen Schriftstellers Joseph Karol Smith, "Der Wolf". Den Versuch des Autors, aus der Perspektive eines Wolfs zu schreiben, der mit einem ausgeprägten Reflexionsvermögen ausgestattet ist, findet der Rezensent originell. Mit großem Einfühlungsvermögen und Talent, so Müller, schildert Smith die komplexen Seelenzustände des Wolfs, der sich mit den existentiellen Fragen seines grausamen Daseins auseinandersetzt. Müller ist beeindruckt von der Schilderung der tierischen Wahrnehmung. Zugleich, so Müller, will die Novelle aber auch eine Fabel sein. Und das funktioniert seiner Ansicht nach nicht, weil der Autor den Widerspruch zwischen einer Existenz als Tier und menschlichem Reflexionsvermögen nicht auflösen kann. Übertrieben findet er auch die Schilderung der Beziehung des Wolfs zu einem Schwan, die "absurde Züge einer mystischen Telepathie" annehme.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








