Aus dem Tschechischen von Ales Puda. Eine Frau zwischen zwei Männern. Ein Mann zwischen Ideologie und Leidenschaft. Ein Land zwischen Freiheit und Diktatur. Pavel Kohout erzählt in seinem neuen Roman eine dramatische Geschichte von Liebe, Illusion und Verrat.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.04.2010
Auch ohne gutes Ende kann Christoph Bartmann sich für den neuen Roman von Pavel Kohout begeistern. Schließlich weiß der Autor bestens, wovon er schreibt, wenn er die heroische wie brandgefährliche Frühzeit des Prager Kommunismus mit gleich zwei Hauptfiguren, dem jungen Kommunisten Jan Soukup und dem Sozialdemokraten Felix Fischer, erkundet. Die Effekte sitzen, auch wenn Bartmann hier und da Kolportage wittert. Kohouts Erfahrung zeigt dem Rezensenten glaubhaft, wie faszinierend und zugleich brutal der Kommunismus sich 1948 äußern konnte. Rasant führt der Autor den Rezensenten durch einen politischen, bald erotischen Konflikt, mit dem sich am Ende, wie sollte es anders sein, die Staatssicherheit befasst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2010
Zufrieden scheint Rezensent Hans-Peter Riese mit Pavel Kohouts neuem Roman. Er hat ihn als eine "Geschichte aus finsterer Zeit" gelesen, als eine Geschichte um Täuschung, Verrat und politische Intrigen, in deren Zentrum der junge Dichter Jan Soukup steht, der sich für die Partei entscheidet und seine Liebe verrät. Das Werk wirkt auf Riese überaus authentisch, er merkt ihm an, dass der Autor das, worüber er schreibt, "hautnah" erlebt hat. Die Prosa Kohuts hat für ihn durchaus eine gewisse Dichte. Nichtsdestoweniger spürt man seines Erachtens, dass Kohut eigentlich Theaterautor ist, lesen sich manche Passagen doch wie Theaterdialoge und Regieanweisungen, ein Eindruck, der durch die nicht immer gelungene Übersetzung noch verstärkt wird.
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