Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller. In einer Familiensaga, die sich über ein Jahrhundert und vier Generationen erstreckt, schildert Diane Meur Aufstieg und Fall einer Familie in Galizien. Jozef Zemka kennt wenig Skrupel, wenn es um seinen gesellschaftlichen Erfolg geht. Als es ihm gelingt, die Tochter des Barons von Kotz zu schwängern und damit die Heirat zu erzwingen, wähnt er sich am Ziel. Aber auf zwei Dinge ist er nicht vorbereitet: dass seine Frau ihm nur Töchter gebiert und dass bald ganz Polen sich in Aufruhr befindet. Mitreißend erzählt die junge Autorin Diane Meur von Verschwörern und Verehrern, von revoltierenden Bauern und skrupellosen Adligen - und von einer Ära, in der alle auf Befreiung setzten.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.12.2009
Marta Kijowska stellt äußerst angetan und voller Bewunderung diesen Roman der belgischen Autorin Diane Meur vor, die darin ein Gutshaus in Galizien von der bewegten Geschichte einer Familie und eines großen historischen Umbrüchen ausgesetzten Landstrichs erzählen lässt. Schon die gewagte Erzählperspektive nötigt der Rezensentin Respekt ab und sie findet es geradezu erstaunlich, wie es der 1970 geborenen Autorin gelingt, plastisch und lebendig die historischen Verwerfungen Galiziens im 19. Jahrhundert mit der Geschichte des Gutsherren Josef Zemka und seiner Familie zu verknüpfen. Und so erlebt man mit den Schicksalen der Familienmitglieder quasi "hautnah" auch ein wichtiges Kapitel Galizischer Geschichte, preist die Rezensentin, die diesen Roman offensichtlich ausgesprochen gern gelesen hat.
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