Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Stanley Kubrick
The Greatest Movie Never Made
Klappentext
Zwischen den Deckeln eines aufwendig gestalteten Buchs finden sich alle Elemente aus Stanley Kubricks Archiv wieder, die der Leser benötigt, um sich vorstellen zu können, wie dieser niemals gedrehte Film über den Kaiser der Franzosen ausgesehen hätte - einschließlich eines Faksimile-Nachdrucks des Drehbuchs. Diese Sammlerausgabe ist auf 1.000 numerierte Exemplare limitiert. Fast 40 Jahre lang spekulierten Kubrick-Fans und Filmfreunde über den geheimnisvollen, nie gedrehten Film des berühmten Regisseurs zu Napoleon Bonaparte. Kubricks "Napoleon", dessen Produktion unmittelbar nach dem Kinostart von "2001: Odyssee im Weltraum" beginnen sollte, war zugleich als Charakterstudie und als bildgewaltiges Epos angelegt, prall gefüllt mit großartigen Schlachtszenen, in denen Tausende von Komparsen mitwirken würden. Für sein ursprüngliches Drehbuch stellte Kubrick zwei Jahre lang intensive Recherchen an. Mit Unterstützung Dutzender Mitarbeiter und eines Spezialisten von der Universität Oxford trug er eine beispiellose Sammlung an Recherche- und Vorproduktionsmaterial zusammen, darunter etwa 15.000 Fotos von möglichen Drehorten und 17.000 Dias zu Napoleon selbst. Auf seiner nahezu besessenen Suche nach jedem Häppchen an Information zu Napoleon, das die Geschichtsforschung zu bieten hatte, ließ Kubrick nichts unversucht. Doch sein Film sollte nicht sein: Die Filmstudios - zuerst MGM und dann United Artists - hielten ein solches Vorhaben für zu riskant in einer Zeit, in der historische Filmepen aus der Mode gekommen schienen.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 18.02.2010
Monumental, ja monströs, und als solches sehr aufschlussreich aber offenbar nur teilweise genießbar findet der hier rezensierende Schauspieler und Autor Hanns Zischler diesen teuren Folianten. Seinen Informationen zufolge ein "riesiger, in grünes Majorquinleder gebundener, goldbedruckter Wälzer", der in seinem "ausgeweideten Korpus" zehn Bücher und Broschüren zu Stanley Kubricks ehrgeizigstem aber nie verwirklichten Filmvorhaben berge. Es handelt sich, wie Zischler schreibt, um ein scheinbar fertiges Drehbuch, Konzeptnotizen, Fotoalben, Interviews (u.a. mit dem Historiker Felix Markham) Expertisen und Pläne, allesamt "beredtes Zeugnis" der Vorbereitung einer gewaltigen Schlacht. Und wohl auch für den napoleonhaften Größenwahn, mit dem Kubrick dieses Projekt angegangen und mit dem er dann auch gescheitert ist.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2009
Eine grandiose prächtige Schatztruhe ist dieser Foliant mit zehn Bänden Material zu Stanley Kubricks nie gedrehtem Film über Napoleon, verspricht Rezensentin Verena Lueken. Was er enthält? Das komplette Drehbuch, Abbildungen der Kostüme, location shots, historische Referenzen, Illustrationen, themenbezogene Korrespondenz vor allem mit Felix Markham, der eine Napoleon-Biografie geschrieben hatte, nach der der Film gedreht werden sollte, Notizen, Karteikarten und ein Sammelband mit Essays, zählt die Rezensentin auf. Was für ein Film daraus geworden wäre, weiß man dennoch nicht, so Lueken. Zwei Dinge hat sie jedoch gelernt: Erstens, "was Phantasie und Obsession vermögen, bevor ihnen der Markt einen Strich durch die Rechnung macht", und wie sehr Kubrick von diesen Vorbereitungen für seinen Barry-Lyndon-Film profitiert hat.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.12.2009
Die Exklusivität dieses monströsen Bandes (Auflage: 1000) hätte Natalie Soodrum in ihrer Besprechung vielleicht an den Anfang stellen sollen. Die Frage stellt sich ja, ob so ein Unternehmen eine Besprechung überhaupt nötig hat. Viel zu sagen, gibt es auch gar nicht. Fotomaterial, Datensammlung, Korrespondenzen - alles hier Versammelte scheint reine Masse und Übergröße zu sein: Das größte Privatarchiv der Welt zu Napoleon. Sicherlich ist das faszinierend, wie Soondrum schreibt (sofern man es sich leisten kann). Nur in einem irrt die Rezensentin sicherlich: Auf die kitschige "disneyeske Verpackung" des ledernen Folianten hätte man verzichten können? Aber genau nicht.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








