Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Don Winslow

Frankie Machine

Roman

Cover: Frankie Machine

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009
ISBN-10 3518461214
ISBN-13 9783518461211
Taschenbuch, 365 Seiten, 8,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Chris Hirte. Frank Macchiano ist ein geschiedener Kleinunternehmer, ein leidenschaftlicher Liebhaber und eine feste Stütze des Strandlebens von San Diego - der Mann vom Angelladen, den alle mögen und der immer noch gerne surft, obwohl er nicht mehr der Jüngste ist. Er ist auch ein Mafiakiller im Ruhestand: Frankie Machine, bekannt für gnadenlose Effizienz. Er hat das Geschäft hinter sich gelassen, und so soll es auch bleiben. Doch dann holt ihn die Vergangenheit ein: Jemand will ihn töten, und Frankie Machine muß ihn zuerst finden. Das Problem: Die Liste der Verdächtigen ist länger als die kalifornische Küste.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.02.2010

Tobias Gohlis stellt erst einmal grundsätzlich fest, dass allein schon die Vorstellung dieses Autors die Gründung der Suhrkamp Krimireihe zum lohnenden Unternehmen macht. Dessen "cooler Ton" und "bravourösen Twist" haben es Gohlis nämlich sehr angetan, den besonders die Schilderung der drögen Auswegslosigkeit des Mafialebens an diesem Kriminalroman hingerissen hat. Selten sei dieses Leben nämlich, das andere Romane stets als so glanzvoll feiern würden, "so präzise auf den Ekelpunkt" hin beschrieben worden. Lesern empfiehlt dieser Kritiker, "höllisch" aufzupassen. Denn der "lockere Ton", den auch der Übersetzer Chris Hirte zu wahren wisse, könnte zum Überlesen wichtiger Einzelheiten führen, die Don Winslow hier "tres nonchalant" aneinanderreihe. Ehe es Lunchtime sei, habe der anfangs so harmlose Held nämlich zwei Menschen umgebracht.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 28.11.2009

Rezensentin Katharina Granzin stellt sich Robert De Niro schon beim Wellenreiten vor. Die Verfilmung dieses "Mafia-Surf-Krimis" des von Granzin hoch geschätzten Don Winslow braucht sie allerdings gar nicht ungeduldig zu erwarten. Ebenso überflüssig findet Granzin Vergleiche mit Puzos "Der Pate", der Mutter aller Mafiaromane. Die vorliegende Lektüre reicht ihr voll und ganz. Nicht zuletzt weil Winslow sein augenzwinkerndes Spiel mit der berühmten Genrevorlage spielt. Winslows Timing, seine hoch präzise Sprache und sein "hauchzart überzeichnetes" Personal, das sei  noch einmal betont, findet Granzin absolut originell.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren